Angst vor Stellenabbau

Widerstand gegen Fusionspläne von enviaM und RWE

Eine mögliche Fusion des Energieversorgers Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) mit westdeutschen RWE-Gesellschaften stößt auf Widerstand der ostdeutschen Kommunen. Die Geschäftsführerin der kommunalen Beteiligungsgesellschaft an der enviaM, Maritha Dittmer, kündigte ein Veto gegen eine Zusammenlegung an.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Chemnitz/Halle (ddp-lsa/sm) - Dittmer verwies dabei auf Mitbestimmungsrechte der Kommunen, wie die in Dresden erscheinende "Sächsische Zeitung" berichtete.

Die Beteiligungsgesellschaft besteht aus rund 1000 Gemeinden in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sie halten 37 Prozent der Unternehmensanteile an enviaM, dem nach Angaben des Blattes drittgrößten Unternehmen Sachsens. Es war im Jahr 2002 durch eine Fusion zwischen den Firmen envia und MEAG entstanden. Laut Zeitungsbericht ist die Zahl der Beschäftigten seitdem von 4600 auf weniger als 2500 geschrumpft.

Auch ver.di befürchtet Stellenabbau

Auch die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di geht davon aus, dass eine Fusion einen "Verlust von Wertschöpfung" in Sachsen bedeuten würde. Ein RWE-Sprecher sagte der Zeitung, dass die Beratungen zur künftigen Struktur von enviaM noch nicht abgeschlossen seien. RWE plant offenbar die Bündelung seiner Vertriebsgesellschaften. Eine Fusion der beiden größten Regionalgesellschaften Weser Ems und Rhein Ruhr unter dem Dach der Vertriebstochter RWE Energy soll bereits Ende des Jahres eingeleitet werden.

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