Launen des Wetters

WetterOnline kooperiert bei Wetter-Derivaten mit FinanzTrainer.com

Zusammen mit WetterOnline bietet FinanzTrainer.com zukünftig eine Analyse von Wetter- und Unternehmensdaten an, um die Wetterzustände herauszufinden, die sich schädlich auf die Umsätze eines Unternehmens auswirken. Dagegen kann man sich dann versichern.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Intensive Regenfälle prägten das Wetter im Monat September 2001. Der meiste Regen fiel in Norddeutschland und in den Mittelgebirgen. So gingen in Emden über 200 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. Das ist mehr als das doppelte des klimatologischen Mittels. An nur vier Tagen des Monats blieb es dort niederschlagsfrei. In weiten Teilen Norddeutschlands regnete es im September 2001 zwei- bis dreimal so viel wie in den Jahren zuvor. Der September 2001 war nicht nur nass, sondern auch empfindlich kühl. Während in Nord- und Ostseenähe noch das 18 Grad warme Wasser die Luft erwärmte, musste man sich in den Mittelgebirgen an den meisten Septembertagen mit zehn bis 14 Grad zufrieden geben. Die nördlichen Alpen erlebten oberhalb von etwa 2000 Metern des öfteren Schneefall. Auf der Zugspitze lagen bis zu 164 Zentimeter, in weiten Teilen Deutschlands wurden sogar schon die Heizungen angeschaltet.

So viel zum Wetter. Und nun die gute Nachricht: Gegen diese und viele andere Wetter-Risiken können sich Unternehmen mit Wetter-Derivaten absichern. Auf dem Spezialgebiet "Wetterrisikomanagement mit Wetter-Derivaten" ist WetterOnline jetzt eine Kooperation mit FinanzTrainer.com, Risk Management Training & Consulting in Grevenbroich eingegangen. FinanzTrainer.com hatte für den niedersächsischen Energieversorger Dahlenburg ein Wetter-Derivat gegen einen verregneten Sommer eingefädelt, das international Beachtung fand. Bei diesem Geschäft wird es - erstmals in Deutschland - zu einer Auszahlung kommen, da der Sommer "zu nass" war. "Die Kombination des meteorologischen Know-hows von WetterOnline mit dem finanzwirtschaftlichen Know-how von FinanzTrainer.com ist eine win-win-Situation für alle Beteiligten", freuen sich Dr. Joachim Klaßen und Hans Esser von den beiden beteiligten Unternehmen.

Zukünftig werden bei der Kooperation Wetter- und Unternehmensdaten aus der Vergangenheit analysiert, um die "Wetterzustände" herauszufinden (z.B. nass und kühl), die die Umsätze signifikant in eine Richtung treiben. Anhand historischer Wetterdaten wird schließend die Wahrscheinlichkeit berechnet, mit der die für ein Unternehmen schadhaften Wetterzustände eintreten können. Dann wird eine entsprechende Absicherungsstrategie konzipiert, die dann im Finanzmarkt umgesetzt wird. Darüber hinaus entwickelt WetterOnline derzeit ein spezielles Prognoseverfahren für einen Zeitraum von 14 Tagen. Diese Prognosen machen zum Beispiel Aussagen darüber, mit welcher Wahrscheinlichkeit Indices wie "Gradtage" ("Heating Degree Days“) bestimmte Werte erreichen. Grundlage für die Prognosen sind neben klimatologischen Daten "Ensemble-Vorhersagen" des US-Wetterdienstes. Beides fließt in ein von WetterOnline entwickeltes "dynamisch-statistisches Regionalisierungsmodell", das dann die lokalen Prognosen liefert.

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