EEG-Novellierung

Wetterextreme: BSi fordert Ausbau der Photovoltaik

Der Bundesverband Solarindustrie (BSi) fordert von der Bundesregierung weitere Anstrengungen in puncto Klimaschutz. Aktueller Anlass ist die derzeitige Hitzewelle, die ebenso wie die Flut im vergangenen Jahr, zu einem hohen volkswirtschaftlichen Schaden führt. Dies müsse bei der Novellierung des EEG beachtet werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Trockenheit und Hitzewelle bringen nach Angaben des Bauernverbandes Ernteausfälle bis zu 70 Prozent mit sich. Damit führen extreme Wetterereignisse auch in diesem Jahr wieder zu volkswirtschaftlichen Schäden in Millionenhöhe, nachdem die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr die Bürger bereits sechs Milliarden Euro gekostet hat. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung "Globale Umweltveränderungen" (WBGU) hat vor einer weiteren Zunahme der Wetterextreme als Ergebnis der Klimaveränderungen gewarnt.

Um nicht immer mehr Schäden zu bezahlen, muss nach Ansicht des Bundesverband Solarindustrie (BSi) noch mehr für den Klimaschutz getan werden. Große Erfolge hätte die Bundesregierung in den letzten Jahren bereits im Bereich der Erneuerbaren Energien erzielt. Innerhalb von nur vier Jahren sei der Anteil der klimafreundlichen Stromerzeugung von fünf auf neun Prozent gestiegen. Der BSi appelliert daher an die Bundesregierung, im Rahmen der jetzt anstehenden Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) diesen Kurs konsequent fortzusetzen.

"Die Solarstromvergütung im EEG muss erhöht werden, um den Wegfall des 100 000 Dächer-Programms zu kompensieren und ein wirtschaftliches Niveau zu erreichen", fasst so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi. Dies ist notwendig, um die umweltfreundliche Solarstromerzeugung in Deutschland weiter auszubauen und die weltweite Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Solarindustrie zu erhalten."

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ökostromrechner

    Kabinett segnet Ökostrom-Reform ab

    Wie geht es weiter mit dem Ökostrom-Ausbau in Deutschland? Lange konnten sich Bund und Länder nicht einigen, aber nun hat sich die EEG-Reform auch ihren Weg durch das Bundeskabinett gebahnt.

  • Naturstrom

    EEG-Reform: Neue Regeln für Windenergie geplant

    Für die Windenergie wird es mit der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes im kommenden Jahr Änderungen bei der Förderung geben. Ähnlich wie es bereits für den Sonnenstrom gilt, soll die Höhe der Förderung über Ausschreibungen festgelegt werden.

  • Energieversorung

    Trittin: Neue Förderinstrumente nach Auslaufen des 100.000-Dächer-Programms

    Nach Auslaufen des 100 000-Dächer-Programms soll die Solarförderung weiter fortgesetzt werden. Umweltminister Trittin kündigte an, u.a. bei der anstehenden Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Fördersätze für kleine Anlagen auf Hausdächern weiter zu differenzieren und für Photovoltaikanlagen am Boden eine degressiv gestaltete Einspeisevergütung einzuführen.

  • Stromnetz Ausbau

    CDU/CSU fordert von der Regierung umfassendes Energiekonzept

    Die Bundesregierung soll ein umfassendes Energiekonzept vorlegen, das bis 2020 reicht und die Kriterien Wirtschaftlichkeit, Preisgünstigkeit, Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit berücksichtigt. Dies verlangte die CDU/CSU-Fraktion in einem Antrag (Bundestagsdrucksache 15/1349) gestern im Bundestag.

  • Stromnetz Ausbau

    Neue Info-Broschüre zur Nutzung erneuerbarer Energien

    Im Jahr 2002 wuchs der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Energiebereitstellung auf knapp 2,9 Prozent. Ihr Anteil am Bruttostromverbrauch beträgt mittlerweile etwa acht Prozent. Das sind Zahlen aus einer neuen Informationsbroschüre des Bundesumweltministeriums. Sie enthält aktuelle Daten zur Entwicklung von Wind- und Wasserkraft, Solarwärme und Fotovoltaik.

Top