Mit Staatsmitteln absichern

Westerwelle will deutsche Atomexporte fördern

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) will die Lieferung deutscher Atomtechnik ins Ausland verstärkt fördern. Die Bundesregierung werde "den Export unserer nuklearen Energietechnologie unterstützen," sagte Westerwelle dem Düsseldorfer "Handelsblatt" vom Montag.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Die deutsche Atomtechnik gehöre "zu den modernsten und sichersten weltweit". Deshalb könne der Verkauf solcher Anlagen auch durch die Gewährung von Hermes-Exportversicherungen staatlich gefördert werden.

"Entscheidend ist, dass zahlreiche Länder auch aus Klimaschutzgründen Kernkraftwerke bauen und da werden wir uns mit unserer Spitzentechnologie gerne beteiligen", sagte Westerwelle dazu weiter. Strittig ist unter anderem die deutsche Unterstützung für den Ausbau der Nutzung der Atomkraft in Brasilien. So hatten Union und FDP bereits im Januar beschlossen, den Weiterbau des brasilianischen Akw Angra 3 durch eine Hermes-Bürgschaft abzusichern.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atomenergie Gefahr

    Stresstest: Nicht genug Atom-Rückstellungen für den "Worst Case"

    Der Stresstest zu den Rückstellungen der Atomkonzerne sorgt für Unstimmigkeiten in der Politik. Während Sigmar Gabriel die Ergebnisse dahin gehend interpretiert, dass die Gelder der Konzerne ausreichen werden, warnt die Opposition davor, sich auf den Ergebnissen auszuruhen. Der Test zeigt auch, dass die Rückstellungen bei ungünstigen Umständen bei weitem nicht ausreichen würden.

  • Europa-Deutschland

    Energiewende erneut unter Brüsseler Radar

    Die Energiewende soll einer Radikalreform unterzogen werden – das zumindest könnte man angesichts der durch ein Magazin am Wochenende veröffentlichten Erkenntnisse der EU-Kommission vermuten. Dabei ging es eigentlich darum, zu prüfen, ob die Befreiung der Unternehmen von der Ökostromförderung rechtskonform seien.

  • Strompreise

    SPD will Auswirkungen verlängerter Laufzeiten beziffern können

    Welche Auswirkungen verlängerte Laufzeiten von AKW auf die Entwicklung des Wettbewerbs auf dem Strommarkt und für den Ausbau der erneuerbaren Energien besitzen, ist Thema einer so genannten Großen Anfrage der SPD-Fraktion. Dabei geht es auch um konkrete Zahlen der großen Stromversorger.

  • Hochspannungsleitung

    Merkel hält Atom-Debatte für "unausweichlich"

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält die Debatte über die Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke für unausweichlich. Erneut gab es in der Union parteiinterne Kritik an der abwartenden Haltung der Regierung in punkto Laufzeitverlängerung. Die Grünen wollen die NRW-Wahl zu einem Atom-Plebiszit machen.

  • Stromnetz Ausbau

    CDU-Politiker wollen Röttgen einen Maulkorb verpassen

    Einige Unions-Politiker wollen ihrem Parteikollegen und Bundesumweltminister Norbert Röttgen in der Debatte um den Atomausstieg den Mund verbieten. Da ist von "Wunschträumen" die Rede, die einer "seriösen Sicherung der Zukunft" nicht im Wege stehen dürften.

Top