Kein Verdacht auf überhöhte Entgelte

Wesertal senkt Preise für Netznutzung

Der Regionalversorger Wesertal hat seine Netz-Betriebsführung kaufmännisch und technisch optimiert und kann deshalb jetzt die Netznutzungsentgelte senken. Das vom Bundeskartellamt angestrengte Verfahren wegen des Verdachts auf überhöhte Netznutzungsentgelte wurde mittlerweile eingestellt. Grund: Das Versorgungsgebiet stellt besondere Anforderungen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Durchleiten von Strom durch die Netze des Hamelner Energieversorgers Wesertal wird ab 1. Mai günstiger. Wie bereits im Dezember vergangenen Jahres angekündigt, senkt der heimische Energieversorger seine Netznutzungsentgelte. Möglich geworden sind diese Preissenkungen durch die kaufmännische und technische Optimierung der Netz-Betriebsführung.

Gute Nachrichten hat Wesertal inzwischen auch vom Bundeskartellamt erhalten. Das im Januar 2002 gegen Wesertal eingeleitete Verfahren ist eingestellt worden. Das Kartellamt hatte Untersuchungen gegen zehn Netzbetreiber mit dem Verdacht eingeleitet, diese würden von anderen Energieversorgern überhöhte Entgelte für die Netznutzung verlangen. Das Netzgebiet Wesertals in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Schaumburg, Holzminden und Hildesheim sowie im Kreis Lippe umfasst insgesamt etwa 2800 Quadratkilometer. In den strukturschwachen und dünn besiedelten Gebieten müssen Stromleitungen im Bohrspülverfahren unter dem Flussbett die Weser queren oder Freileitungen über Stauseen gespannt werden. Besondere Anforderungen stellt auch das harte Gestein des Weserberglands, das das Verlegen von Stromleitungen erschwert.

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