Faxen dicke...

Wesertal kündigt Verträge mit DSA

Die Liste der Energieversorger, die ihre Verträge mit der Hamburger DSA kündigen, wird immer länger. Jetzt hat auch Wesertal die Faxen dicke und hat für 73 Kunden die so genannte Notstromversorgung eingeleitet. Grund: Nicht bezahlte Netznutzungsrechnungen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

73 Kunden des Stromanbieters DSA Deutsche Strom AG (Hamburg) werden ab 1. Juni wieder vom heimischen Energieversorger Wesertal (Hameln) beliefert. Da die DSA ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, löst Wesertal den Netznutzungsvertrag auf. Auch RWE (Essen), EnBW (Stuttgart) und e.dis (Fürstenwalde) haben der DSA wegen ausstehender Forderungen die Netznutzung gekündigt.

Die Kunden werden zunächst in die Notversorgung von Wesertal übernommen, damit sie in aller Ruhe einen neuen Stromlieferungsvertrag abschließen können. Falls sie innerhalb von drei Monaten keinen neuen Vertrag abschließen, tritt automatisch ein Stromlieferungsvertrag mit Wesertal in Kraft. In einem persönlichen Anschreiben hat Wesertal alle betroffenen Haushalte jetzt informiert und um Übermittlung des aktuellen Zählerstands gebeten. "Wir bedauern sehr, dass im liberalisierten Energiemarkt auch Unternehmen tätig sind, die eine reibungslose Energieversorgung nicht sicherstellen können," so Wesertal-Unternehmenssprecher Michael Sasse.

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