E.ON-Töchter

Wesertal, EMR und Pesag fusionieren

Zum 1. Januar 2003 werden die Energieunternehmen Wesertal, EMR und Pesag fusionieren. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag hat die E.ON Energie AG, zu der alle drei Unternehmen mehrheitlich gehören, jetzt mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont vereinbart. Das Unternehmen trägt den Arbeitstitel EPOS (Energieprojekt Ostwestfalen-Lippe / Südniedersachsen).

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Landkreis Hameln-Pyrmont und die E.ON Energie AG (München) haben heute den Kooperationsvertrag unterzeichnet. Damit ist für den regionalen Energieversorger Wesertal (Hameln), seit 10. Juni 2002 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der E.ON Energie AG, der Weg frei, um sich mit den benachbarten Energieunternehmen EMR (Herford) und PESAG (Paderborn), die beide mehrheitlich zu E.ON Energie gehören, zusammen zu schließen.

Das Unternehmen mit dem Arbeitstitel EPOS (Energieprojekt Ostwestfalen-Lippe / Südniedersachsen) wird u.a. in den Sparten Strom, Gas, Entsorgung, Wärme, Wasser, Abwasser und energienahen Dienstleistungen aktiv sein. Mit insgesamt fast 650 000 Kunden und einem Stromabsatz von nahezu zehn Milliarden Kilowattstunden wird EPOS zu den zehn größten Regionalversorgern in Deutschland gehören. Der Kooperationsvertrag sieht vor, dass in Hameln bis mindestens 2009 eine Hauptabteilung mit zentraler Funktion von EPOS sowie ein Regionalcenter angesiedelt sein werden. Betriebsbedingte Kündigungen aus Anlass der Verschmelzung werden ausgeschlossen. Zum Schutz der Belegschaft von Wesertal ist gemeinsam mit dem Betriebsrat das Gleichbehandlungsprinzip festgelegt worden.

Der Landkreis Hameln-Pyrmont wird an der neuen Gesellschaft mit 0,5 Prozent beteiligt sein und ein Aufsichtsratsmandat erhalten. Hans Jürgen Krauß, Oberkreisdirektor des Landkreises Hameln-Pyrmont, zieht ein positives Fazit: "Wir haben in harten, aber fairen Verhandlungen ein Ergebnis erzielt, das die Standortinteressen Hamelns und die der Wesertal-Belegschaft wahrt, gleichzeitig aber im Interesse der weiteren Unternehmensentwicklung von EPOS die notwendigen Flexibilitäten aufweist." Dr. Michael Bartsch, Verhandlungsführer auf Seiten von E.ON Energie und gleichzeitig Generalbevollmächtigter von Wesertal, zeigt sich erleichtert: "Der Schwebezustand, ob Wesertal überhaupt Fusionspartner sein kann, ist jetzt beseitigt.

Zudem ist durch die Einigung über Standortbelange ein wesentlicher Meilenstein für die Fusion erreicht worden." Die Standortdiskussion zwischen den kommunalen Anteilseignergruppen von PESAG und EMR wurde mittlerweile ebenfalls weitgehend abgeschlossen. Das neue Unternehmen EPOS wird drei zentrale Standorte haben: Hameln wird Sitz der Technik, in Herford werden die typischen "Hauptverwaltungsfunktionen" wie Personal, Finanzen, Controlling etc. angesiedelt. Hauptsitz des Unternehmens im Sinn der Handelsregistereintragung wird Paderborn unter anderen mit den Funktionen Vertrieb, Marketing und Unternehmensentwicklung sein. Die Fusion von EMR, PESAG und Wesertal wird in der ersten Jahreshälfte 2003 mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2003 vollzogen.

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