Wesertal: Architekturpreise für Gewerbebauten

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Gleich zweimal sind die Elektrizitätswerk Wesertal GmbH, Hameln, und das Architektenbüro Niederwöhrmeier + Wiese, Darmstadt/Blomberg, im Rahmen von Architekturpreisen mit Auszeichnungen bedacht worden: Für den Wesertal-Technikturm in Emmerthal und das Wesertal Service Center in Extertal-Bösingfeld. In beiden Fällen hat die vorbildliche Verbindung von Architektur, Nutzen, Ästhetik und Ökologie den Ausschlag gegeben.


Der Wesertal-Technikturm hat von der WestHyp-Stiftung für vorbildliche Gewerbebauten, Dortmund, im Rahmen des im zweijährigen Turnus ausgelobten Architekturpreises eine Auszeichnung verliehen bekommen. Der 16 Meter hohe Technikturm, konzipiert vom Architektenbüro Niederwöhrmeier + Wiese, ist das Wahrzeichen und das Herzstück der Solarsiedlung "Am Ohrberg" im Emmerthal, ein registriertes Projekt der EXPO 2000. Der 1997 errichtete Turm steuert das innovative Nahwärmenetz in der 70 Wohneinheiten umfassenden Siedlung. In einem zweistufigen Wärmepumpenprozess wird Wasser aus der nahegelegenen Weser erwärmt und in das Netz eingespeist. Zudem ist der Technikturm mit Photovoltaik-Modulen bestückt, die eine Spitzenleistung von 7,2 Kilowatt liefern. Gewürdigt wurde von der WestHyp-Stiftung die außergewöhnliche Verbindung von futuristischem Design mit ökologischer Bauweise. "Die Technik und die dem Sonnenstand im Tages- und Jahresverlauf nachfahrende Photovoltaik-Solarflügel lassen den Bau wie eine dynamische Maschinenarchitektur wirken. Die hochtechnische, gut hinterlüftete Anordnung der PV-Module stellt eine beispielhafte Lösung dieser Technologie dar. Das Konzept des Turms mit seinen Möglichkeiten der wissenschaftlichen Auswertung innovativer Energietechnik wird zu größerer Akzeptanz schonender Umwelttechnik seinen Beitrag leisten," heißt es in der Beurteilung der Jury.


Die OWL-Marketing GmbH, Bielefeld, hat erstmals den Architekturpreis "Das blaue Quadrat" für beispielhafte Industrie-Architektur vergeben. Als eines von vier Objekten ist das Wesertal Service Center (WSC) in Extertal-Bösingfeld mit dem Preis bedacht worden. Das WSC Bösingfeld ist als eine von insgesamt sieben regionalen Außenstellen Wesertals für die Betreuung von über 20 000 Strom- und Gaskunden verantwortlich. In der Begründung der Jury heißt es unter anderem: "Der in den Hang geschobene großflächige Betriebshof mit dem aufgesetzten Rundbau des Service-Büros schafft unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten sowohl eine energetisch sinnvolle Gebäudekonzeption als auch eine klare Identitätsaussage des Unternehmens. Material- und Detailausbildung sind den Anforderungen des Gebäudes angemessen und von hoher Gestaltqualität. Dies zeigt sich insbesondere im Innenraum, der durch die runde Anordnung der verglasten Büros bei stimmiger Lichtführung zu einer sehr guten Arbeitsplatzqualität und Kommunikation der Beschäftigten führt."

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