Vertraglich regeln

Werte für Passivhaus im Bauvertrag festschreiben lassen

Wer einen Kaufvertrag über ein schlüsselfertiges Passivhaus abschließt, sollte darauf achten, dass er auch wirklich ein solches Haus bekommt. Dies rät der Verband Privater Bauherren (VPB), denn der Begriff Passivhaus sei nicht gesetzlich geschützt. Der Käufer sollte im Vertrag genau festschreiben lassen, was er erwartet.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/sm) - Ein Passivhaus soll laut Definition maximal anderthalb Liter Heizöl oder anderthalb Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr verbrauchen. Diese Werte lassen sich allerdings nur durch exakte Planungen, detaillierte Berechnungen und vor allem sorgfältige Bauausführung garantieren.

Das Passivhaus muss absolut winddicht und lückenlos in eine ausreichende Wärmdämmschicht verpackt sein. Es dürfen keine Wärmebrücken entstehen. Alle Fugen müssen luftdicht und dauerhaft verklebt sein. Garantiert und überprüft werden kann das Ergebnis nur mit einer sorgfältigen Baukontrolle und mit dem so genannten Blower-Door-Test. Beides sollte laut VPB im Vertrag fest verankert werden.

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