Werden sich Atomwirtschaft und Regierung einig?

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Am nächsten Freitag wollen sich Bundeskanzler Schröder und die Bosse der größten deutschen Stromkonzerne zu einem Gespräch treffen, in dem die Ausgangslage für Konsensgespräche sondiert werden soll. Derzeit sieht es allerdings nicht nach einer Einigung aus, da sich die Atomwirtschaft wohl kaum mit einer Atommeiler-Laufzeit von 30 Jahren zufrieden geben wird. Manfred Timm, Vorstandssprecher der Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW) sagte der "Welt am Sonntag", dass sich die Energieunternehmen sich mit 35 Jahren Laufzeit zufrieden gäben, wenn der störungsfreie Betrieb garantiert sei. Er kündigte an, dass eine Klage - wenn nötig bis vor den Europäischen Gerichtshof - nicht ausgeschlossen sei, sollte die Regierung ihr Ziel planmäßig durchsetzen. Dem Gespräch am nächsten Freitag sieht er jedoch optimistisch entgegen. Sollte auf eine zeitliche Begrenzung verzichtet werden, könne man flexibler reagieren: "Durch eine größere Flexibilität beim Ausstieg gewinnen alle Seiten. Die Industrie spart Kosten, und die Politik bekommt, was sie will."


Ebenso sieht es der baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring. Er sagte im DeutschlandRadio Berlin: "Eine Einigung innerhalb des nächsten halben Jahres ist möglich, wenn sich die Regierung bewegt." Die ÖTV beharrt indessen darauf, dass die Arbeitsplätze der Betroffenen verbindlich gesichert werden müssten.

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