Förderprogramm

Weniger CO2? Dann gibt's bares Geld!

Baden-Württemberg macht Ernst in Sachen Klimaschutz: Über das Programm "Klimaschutz-Plus" stehen neuerdings insgesamt vier Millionen Euro für CO2-Minderungsmaßnahmen zum Abruf bereit. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen sowie kirchliche und private Einrichtungen. Die maximale Fördersumme beträgt 100.000 Euro.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Für jede Tonne weniger CO2 gibt's in Baden-Württemberg künftig bares Geld: Mit dem neuen Förderprogramm "Klimaschutz-Plus", für das das Land vier Millionen Euro bereitstellt, können kleine und mittlere Unternehmen sowie kirchliche und private Einrichtungen Fördersummen bis zu 100.000 Euro für CO2-Minderungsmaßnahmen beantragen. Dies gab Umwelt- und Verkehrsminister Ulrich Müller gestern bekannt.

Mit dem "Klimaschutz-Plus"-Programm würden außerdem Beratungsprogramme zu Energieeffizienz und Klimaschutz sowie innovative Klimaschutzprojekte gefördert. "Unternehmen und Einrichtungen, die heute in den Klimaschutz investieren, sorgen nicht nur für ein positives Image und motivieren ihre Mitarbeiter, sondern mindern auch auf Dauer ihre Energiekosten", so Müller. Das Ministerium habe durch Umschichtungen die Haushaltsmittel für den Klimaschutz gegenüber dem vergangenen Jahr mehr als verdreifacht.

Das neue Förderprogramm besteht aus drei Teilprogrammen: (1.) dem "Allgemeinen CO2-Minderungsprogramm" als dem Kern des Programms, (2.) dem "Beratungsprogramm Energieeffizienz und Klimaschutz" sowie (3.) dem Programm "Modellprojekte Klimaschutz".

Das Allgemeine CO2-Minderungsprogramm gewährt einen einmaligen Zuschuss zu baulichen und technischen Maßnahmen, die der CO2-Minderung dienen. Neuartig daran ist, dass sich die Höhe der Förderung an der tatsächlichen CO2-Minderung bemisst, die mit der Maßnahme erzielt wird. Pro vermiedener Tonne CO2-Ausstoß, die über die technische Lebensdauer des Vorhabens erzielt wird, werden 50 Euro gezahlt. Diese Förderphilosophie löst sich völlig von dem bisherigen Instrumentarium in Bund und Land, das an bestimmten Technologien ansetzte. Jetzt wird ganz programmatisch nach der Effizienz einer Maßnahme gefördert. Gefördert werden die energetische Sanierung von Gebäuden, der Einsatz regenerativer Energien und die rationelle Energieanwendung.

Ziel des "Beratungsprogramms Energieeffizienz und Klimaschutz" ist es, Energieeinsparpotenziale in kleinen und mittleren Unternehmen zu lokalisieren und deren Kompetenz im Bereich der Energieeffizienz zu fördern.

Das Teilprogramm "Modellprojekte Klimaschutz" wiederum unterstützt innovative Vorhaben mit langfristiger Bedeutung für den Klimaschutz. Die Förderung wird als einmaliger Zuschuss individuell festgelegt; die Höhe bemisst sich nach der Bedeutung für die CO2-Minderung, an der Innovationskraft des Vorhabens und an der Multiplikatorenwirkung. Antragsberechtigt sind neben kleinen und mittleren Unternehmen kirchliche und private Einrichtungen. "Ich bin zuversichtlich, dass sich die Unternehmen und Einrichtungen im Land die Chance nicht entgehen lassen, den Energieverbrauch ihrer Gebäude zu solchen Bedingungen zu optimieren", betonte Minister Müller.

Die Abwicklung des Förderprogramms übernimmt die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Anträge können dort bis zum 15. Oktober dieses Jahres eingereicht werden.

Die Broschüre "Klimaschutz-Plus" kann unter der Faxnummer 0711-1262880 bestellt werden. Rückfragen und Anträge sind zu richten an die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH, Griesbachstraße 10, 76185 Karlsruhe, Telefon: 0721-984710, Fax: 0721-9847120, Internet: www.kea-bw.de, E-Mail:info@kea-bw.de.

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