In Göttelborn

Weltgrößte Photovoltaikanlage geht in Betrieb

Am Freitag hat der Ministerpräsident des Saarlands, Peter Müller, die erste Ausbaustufe des weltgrößten Solarkraftwerkes im saarländischen Göttelborn in Betrieb genommen. Das Kraftwerk soll in Zukunft eine Spitzenleistung von 8,4 Megawatt erreichen und wird bis zu 3500 Haushalte mit Strom versorgen können. Die Fläche der Solarzellen ist beinahe so groß wie 22 Fußballfelder.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Göttelborn (ddp-rps). Die erste Ausbaustufe des weltgrößten Solarkraftwerkes im saarländischen Göttelborn geht in Betrieb: Am Freitag startete der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) die ersten der 50.000 Photovoltaik-Module. Im Endausbau soll das Kraftwerk eine Spitzenleistung von 8,4 Megawatt erreichen. Die Solarzellen auf dem zugeschütteten Absinkweiher des vor vier Jahren stillgelegten Bergwerkes bedecken eine Fläche von über 16 Hektar, so viel wie beinahe 22 Fußballfelder.

Die Anlagedaten sind imposant: 50.000 nach Süden ausgerichtete Solar-Module werden in 55 Gestellreihen mit einer Gesamtlänge von 16 Kilometern platziert. Zur elektrischen Verbindung der Module mit etwa 30 Wechselrichtern und den vier Transformatoren sowie der Einspeisung in das 20 kV-Netz werden 250 Kilometer Kabel verlegt.

Mit der prognostizierten Solarstromproduktion können bis zu 3500 Haushalte mit Strom versorgt werden und Kohlendioxidemissionen von jährlich 6500 Tonnen vermieden werden, hieß es. Die Gesamtinvestition durch den künftigen Betreiber, die Voltwerk AG Hamburg, beträgt 35 Millionen Euro. Die Planung und Errichtung wird durchgeführt durch die City Solar AG. Unterstützt wird das Großprojekt durch die Landesregierung und die Industrie Kultur Saar GmbH. Die Abnahme des Stroms erfolgt durch die Energis.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsleitung

    Lage im deutschen Stromnetz hat sich verbessert

    Trotz aller Warnungen von Kritikern der Energiewende ist ein großer Blackout im deutschen Stromnetz bisher ausgeblieben. Der neue Netzbericht zum vergangenen Winter zeigt, dass gerade im Süden die Lage schwierig ist. Eine Ohrfeige hat sich das Regierungspräsidium Darmstadt eingefangen.

  • Stromrechnung

    Höhere Netzgebühren treiben Strompreis noch weiter

    Der Strompreis steigt und steigt: Neben der deutlich höheren Ökostrom-Umlage treiben im nächsten Jahr auch die Netzgebühren den Strompreis in neue Höhen. Wie das Vergleichsportal Verivox am Donnerstag mitteilte, erhöhen die Netzbetreiber die Entgelte um durchschnittlich zehn Prozent.

  • Stromnetz Ausbau

    Sonnenenergie in Sachsen und Thüringen mit vielversprechender Perspektive

    In den beiden Bundesländern Sachsen und Thüringen stoßen Wasser und Wind als regenerative Energiequellen zunehmend an ihre Grenzen - das macht den Weg frei für die Solarenergie, deren Zeit ab etwa 2010 kommen soll. Sachsen-Anhalt indes steht der Solarenergie abwartend gegenüber.

  • Strom sparen

    Thüringen verkauft Anteile von Landtag-Solarstromanlage

    Für 500 Euro können sich maximal 200 Thüringer an einer Solaranlage auf dem Foyergebäude des Thüringischen Landtags in Erfurt beteiligen. Sie wird knapp 15 000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Die Stadtwerke Erfurt haben dazu 300 Quadratmeter Dach gepachtet.

  • Stromtarife

    Ab 1. Januar 2004 neue Gesetzesregelung: Solarförderung deutlich verbessert

    Betreiber neuer Solarstromanlagen erhalten zukünftig mehr Geld für den selbst produzierten sauberen Strom als bislang. Seit gestern gibt es eine verbesserte gesetzliche Regelung. Der Gesetzgeber verpflichtet die Stromnetzbetreiber, Solarstrom zu einem vorgegebenen und kostendeckenden Preis abzunehmen.

Top