Blackout

Weite Teile Münchens am Morgen ohne Strom (Upd.)

Am Donnerstagmorgen hat ein Stromausfall fast die gesamte bayerische Hauptstadt und wohl auch einzelne umliegende Bezirke lahmgelegt. Aus dem ganzen Stadtgebiet wurde ab etwa sieben Uhr ein Blackout gemeldet, der offenbar eine gute halbe Stunde anhielt. Inzwischen soll sich die Situation langsam normalisieren.

München© magann / Fotolia.com

München (AFP/red) - Als Folge des Zusammenbruchs der Stromversorgung kam der öffentliche Nahverkehr mitten im Berufsverkehr weitgehend zum Erliegen, U-Bahnen und Straßenbahnen konnten nicht weiterfahren. Außerdem fielen die Ampelanlagen mitten im Berufsverkehr aus. Gleichwohl habe es nach Angaben der Polizei zwar etwas längere Staus, aber nicht signifikant mehr Unfälle gegeben.

Stromausfall durch Explosion im Umspannwerk?

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unter Berufung auf Angaben der Polizei, es habe eine Explosion im Heizkraftwerk Nord gegeben - ob diese die Ursache für den Stromausfall war oder umgekehrt, stand zunächst nicht fest. Außerdem habe es in einem Umspannwerk im Stadtteil Bogenhausen gebrannt. Die für die Energieversorgung zuständigen Stadtwerke München waren zunächst nicht zu erreichen, berichteten jedoch um 9.07 Uhr via Twitter, nun seien die meisten Stadtteile wieder am Netz. Die Situation normalisiere sich langsam.

Probleme gingen offenbar über München hinaus

Den Berichten zufolge waren nicht nur weite Teile der Hauptstadt ohne Strom, es habe auch Probleme in umliegenden Gemeinden gegeben. Im weiteren Verlauf des Donnerstags wurde bekannt, dass nach Angaben der Stadtwerke ein Defekt an einem wichtigen Versorgungskabel zu den großflächigen Ausfällen geführt hat. Infolgedessen sei es zu den weiteren Schäden gekommen. Ein Sprecher der Stadtwerke teilte mit, der Vorfall habe nichts mit der Energiewende oder der Diskussion um die Sicherheit der Netze zu tun. Solch einen Vorfall hätte es auch vor 20 Jahren geben können, hieß es.

Quelle: AFP

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