Zero Emission Village

Weilerbach mit Deutschem Solarpreis 2005 ausgezeichnet

Die europäische Solarvereinigung Eurosolar hat kürzlich die Deutschen Solarpreise 2005 vergeben. Zu den Gewinnern zählt die Verbandsgemeinde Weilerbach in der Nähe von Kaiserslautern. Sie wurde für ihr Pilotprojekt "Zero Emission Village" ausgezeichnet, das 2001 gestartet wurde.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - Die Verbandsgemeinde Weilerbach (Kreis Kaiserslautern) ist mit dem Deutschen Solarpreis 2005 ausgezeichnet worden. Das Pilotprojekt "Zero Emission Village" der Verbandsgemeinde stehe für die Verbindung von "Klima schützen, Arbeitsplätze schaffen und Energie sichern", sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad (SPD) am Samstag in Mainz. In Weilerbach seien die Bedeutung von Energieeinsparungen erkannt und erneuerbare Energien systematisch erschlossen worden. Im Rahmen des "Villages" entstanden unter anderem Fotovoltaik- und Windkraftanlagen sowie drei Nahwärmenetze mit einer Investitionssumme von insgesamt 18 Millionen Euro.

Der Deutsche Solarpreis wird jährlich von Eurosolar, der europäischen Vereinigung für erneuerbare Energien, in acht Kategorien vergeben. Ausgezeichnet werden besonders innovative Projekte im Bereich der Sonnenenergie-Nutzung. Die Verbandsgemeinde Weilerbach wurde in der Kategorie "Städte, Gemeinden oder Stadtwerke" gemeinsam mit der Stadt Emden ausgezeichnet. Weitere Preise gingen an die Stadt Emden, die Wagner & Co Solartechnik GmbH (Cölbe), den Rosenheimer Solarförderverein, die Stadt Oederan, das TEUTLOFF-Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien (Barby), Klaus Karpstein (Sinzig), den Verein zur Förderung entwicklungswichtiger Vorhaben (Stuttgart), Wolf von Fabeck (SFV) und Prof. Dr. Hellmut Glubrecht (Wennigsen).

Das Pilotprojekt "Zero Emission Village" in Weilerbach wurde 2001 mit Unterstützung des Mainzer Umweltministeriums gestartet und fachlich vom Institut für Angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umwelt-Campus Birkenfeld betreut. Ziel des Projektes war herauszufinden, ob eine CO2-Neutralität bei der Energierversorgung der Verbandsgemeinde möglich ist. Dabei wurden die Gesamt-Energieverbräuche für Wärme und Strom erfasst und die Potenziale regional verfügbarere Ressourcen sowie der Einsparmöglichkeiten geprüft.

Die Auswertung nach zwei Jahren ergab, dass eine Versorgung mit regional verfügbaren erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind und Biomasse grundsätzlich möglich sei. Voraussetzung sei dafür aber eine Einsparung beim Strom um zehn Prozent und beim Wärmebereich um 40 Prozent. Daneben wurden Windkraftanlagen sowie diverse Photovoltaik- und Solarthermieanlagen errichtet sowie Biomasseheizungseinlagen eingebaut und auf die Wärmedämmung der Häuser geachtet. In Weilerbach werden heute 45 Prozent des Gesamtstromverbrauches aus erneuerbaren Energieträgern gedeckt.

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