Boykott

WDR-Magazin: Große Preisunterschiede bei NRW-Gasversorgern

Nach Recherchen des WDR-Wirtschaftsmagazins "markt" beträgt die Spanne zwischen dem derzeit günstigsten und dem teuersten Anbieter in Nordrhein-Westfalen fast 25 Prozent, wobei alle ihre Aufschläge mit der Mineralöl-Preisbindung begründeten. Die Liste mit 92 Versorgern gibt es ab heute abend im Internet.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (red) - Die Preisunterschiede zwischen den Gasversorgern in Nordrhein-Westfalen sind erheblich. Nach Recherchen des WDR-Wirtschaftsmagazins "markt" (montags 22 Uhr im WDR Fernsehen) beträgt die Spanne zwischen dem derzeit günstigsten und dem teuersten Anbieter des Landes fast 25 Prozent.

Während knapp ein Drittel der Gaswerke ihre Preise seit 2003 stabil hielten, verlangen die übrigen zum Teil saftige Preisaufschläge, haben die Redakteure herausgefunden. Insgesamt haben neun Unternehmen ihre Endkundenpreise um zehn Prozent und mehr angehoben, im Einzelfall bis zu 12,5 Prozent.

Obwohl die Preiserhöhungen sehr unterschiedlich ausgefallen sind, würden alle Gasversorger ihre Aufschläge mit dem Hinweis auf die Mineralöl-Preisbindung begründen. Viele Verbraucher sind verärgert, berichtet das Magazin und folgen den Empfehlungen von Verbraucherschützern, die drastischen Erhöhungen einfach nicht mitzumachen. So sei es in Paderborn kürzlich zu einem spontanen Treffen von über 100 Boykotteuren gekommen.

"markt" hat eine "Hitliste" von 92 Regionalversorgern des Landes zusammengestellt. Diese gibt es ab heute 22 Uhr unter www.wdr-markt.de im Internet.

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