Wasserreinigung mit Ökostrom

Wasserwerk Hergershausen bezieht Ökostrom von NaturPur

Der regionale Wasserversorger ZVG bezieht für die Aufbereitung von Trinkwasser künftig Ökostrom von der NaturPur Energie AG. Zudem wurde eine Solarstromanlage auf dem Dach der Einrichtung errichtet. Eine Anzeigetafel zeigt die aktuelle Leistung, den momentanen Ertrag sowie die insgesamt erzeugte Energiemenge an.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Babenhausen (red) - Das Wasserwerk Hergershausen wird künftig zur Reinigung des Trinkwassers Ökostrom des Darmstädter Versorgungsunternehmens NaturPur Energie AG einsetzen. Hierfür hat der Zweckverband Gruppenwasserwerk Dieburg (ZVG) einen Liefervertrag über 150 000 Kilowattstunden Jahresstrombezug mit der zur HEAG-Gruppe gehörenden HSE-Tochter abgeschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zunächst einem Jahr. Um den umweltfreundlichen Strombezug sichtbar zu machen, hat NaturPur im Gegenzug auf dem Dach der Filterhalle eine Solarstromanlage installiert.

Das Trinkwasser für mehr als 120 000 Bürger in Babenhausen, Dieburg, Eppertshausen, Groß-Zimmern, Münster, Schaafheim, Rödermark und Rodgau/Nieder-Roden wird künftig mit Strom der Marke NaturPur-Strom light aufbereitet und von den 26 Brunnen sowie der zentralen Wasseraufbereitung im Waldgebiet von Hergertshausen über ein mehr als tausend Kilometer langes Rohrnetz zu den Kunden gepumpt. Der nach dem o.k-power Label zertifizierte Ökostrom wird sinnigerweise zur Hälfte aus Wasserkraft erzeugt, die andere Hälfte stammt aus effizienter Kraft-Wärme-Kopplung.

Im Zuge notwendig gewordenen Sanierung der Einrichtungen wurde auch das Dach der Filterhalle erneuert, wobei auch geprüft wurde, ob die Fläche zur Solarenergiegewinnung genutzt werden kann, berichtete der Technische Leiter des ZVG, Wolfram Wittwer. So sollen künftig 180 Solarmodule auf einer Fläche von etwa 228 Quadratmetern mit einer Leistung von knapp 30 Kilowatt rund 25 800 Kilowattstunden Strom aus Sonnenlicht liefern.

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