Teilweise Unternutzung

Wasserverbrauch um fast 20 Prozent gesunken

Der Wasserverbrauch in Deutschland betrug im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 121 Liter je Bundesbürger und Tag, meldet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf Grundlage eigener Berechnungen. Das klingt viel, jedoch sinken die Verbrauchszahlen seit Jahren kontinuierlich.

Wassertropfen© mudman / Fotolia.com

Berlin (red) - Gegenüber 1990 ist der durchschnittliche Wasserverbrauch im Bereich Haushalte und Kleinverbraucher um 26 Liter oder knapp 20 Prozent gesunken. Generell sinke der Wasserverbrauch von Privat-Haushalten, aber auch von Industrie und Gewerbe in Deutschland seit Jahren deutlich. Die sich jährlich erneuernde verfügbare Wassermenge betrage hierzulande 188 Milliarden Kubikmeter, berichtet der Branchenverband. Nur 17 Prozent dieser natürlichen Vorkommen würden überhaupt genutzt.

"Übertriebenes" Wassersparen am Pranger

Die Entwicklung eines jährlich abnehmenden Pro-Kopf-Gebrauchs und der Rückgang der Wasserabgabe an die Industrie führten inzwischen teilweise zu einer Unternutzung der Infrastruktur und ließen kaum noch Spielraum nach unten. Übertriebenes Wassersparen sei deshalb kein Beitrag zu einem umweltbewussten und nachhaltigen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen, so der Hinweis des Verbandes. Im Gegenteil: Um Ablagerungen und Korrosion sowie hygienische Probleme aufgrund längerer Aufenthaltszeiten und geringerer Fließgeschwindigkeit zu vermeiden, müssten die Trinkwasser- und insbesondere Abwasserleitungen intensiv gespült werden. Die vermehrte Spülung verhalte sich bei zunehmendem Betriebsaufwand kontraproduktiv zu dem eigentlich reduzierten Wassergebrauch.

Das könnte Sie auch interessieren
Top