Riesig

Wasserkraft-Ehe zwischen Verbund und E.ON "unter Dach"?

Konzerne planen angeblich Zusammenlegung ihrer Wasserkraftwerke - derart würde mit einer Kapazität von rund 35 Milliarden Kilowattstunden Europas größter Wasserkraft-Anbieter entstehen. Heute ist eine Pressekonferenz angesetzt.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Wie bereits berichtet, ist es dem E.ON-Konzern offenbar gelungen, einen ersten wichtigen Schritt auf dem österreichischen Energiemarkt zu tätigen: Wie die österreichische Tageszeitung "Die Presse" berichtet, werden E.ON und Verbund (Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft), größter Stromproduzent und -transporteur Österreichs, definitiv eine "Wasserkraft-Ehe" eingehen. Will heißen: Die beiden Energieriesen wollen ihre Wasserkraftwerke zusammenlegen. Derart würde man zum größten oder zweitgrößten Anbieter "sauberer Energie" in Europa aufsteigen - mit schätzungsweise rund 35 Milliarden Kilowattstunden Wasserkraft-Kapazität und über 130 Kraftwerken.

Die Republik Österreich, die 51 Prozent am Verbund hält und somit Mehrheitseigentümerin ist, habe bereits grünes Licht gegeben, heißt es. Ein weiteres Indiz für die vermutete Kooperation ist der Umstand, dass im Verlauf des heutigen Tages in Wien eine Pressekonferenz stattfinden wird, an der unter anderem Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sowie der österreichische Wirtschaftsminister Martin Bartenstein teilnehmen werden.

In der gemeinsamen Gesellschaft solle der Verbund die Mehrheit übernehmen, heißt es - ein naheliegender Schluss, schließlich würde der Verbund rund 25 Milliarden Kilowattstunden Wasserkraft-Kapazität einbringen, gegenüber rund zehn Milliarden, die E.ON einbringen würde. Verbund-Vorstandssprecher Hans Haider hatte die Zusammenarbeit mit E.ON bereits während der Hauptversammlung im März als "eine attraktive Möglichkeit" bezeichnet. Auch E.ON hatte dieser Tage entsprechende Verhandlungen bestätigt.

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