Vorfall

Wassereinbruch in der Asse zurückgegangen

Der seit Freitag verstärkte Wassereinbruch in der Asse ist wieder zurückgegangen. Nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz vom Sonntag fließen gegenwärtig etwa 10,6 Kubikmeter Wasser pro Tag in das Atommülllager.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Hannover (ddp-nrd/red) - Am Freitagmorgen war auf der in 658 Meter Tiefe gelegenen Sohle noch ein Zufluss von 11,4 Kubikmeter innerhalb von 24 Stunden gemessen worden.

Das Atommülllager Asse ist wegen unkontrollierten Zuflusses von Grundwasser akut einsturzgefährdet. Der größte Teil wird aus dem Bergwerk herausgepumpt. Im Schacht Asse II liegen 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll sowie hochgiftiges Plutonium und anderer Giftmüll.

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