Orkan

Warum Xaver die Windkraft-Produktion erschwert

Der Orkan Xaver kann zwar den Windanlagen an sich nichts anhaben, denn sie seien stark genug für den Winddruck eines Orkans. Die Stromproduktion allerdings wird erheblich erschwert: Die Anlagen drehen sich nämlich automatisch aus dem Wind, wenn der Druck zu hoch wird.

erneuerbare Energien© E. Schittenhelm / Fotolia.com

Berlin (dpa/red) - Das Orkantief Xaver ist für Deutschlands Windanlagen kein Problem: Wenn der Sturm zu stark wird, drehen sie sich automatisch aus dem Wind. Sowohl die Rotorblätter als auch die Gondel auf dem Dach einer Anlage sind beweglich. Die Schwelle liegt bei 25 Metern Windgeschwindigkeit pro Sekunde - das entspricht etwa Windstärke 9 bis 10. "Da diese Stärke bei Xaver voraussichtlich überschritten wird, landen wir im Norden am Ende praktisch bei Stromproduktion Null", sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Windenergie.

Anlagen halten Winddruck stand

Die über 100 Meter hohen Masten selbst seien natürlich auch auf den Winddruck eines Orkans ausgelegt und vielfach getestet. "Da wackelt nichts. Das ist ja auch nicht der erste Orkan, der auf die Nordseeküste prallt", sagte der Sprecher. In Deutschland gibt es 23.401 Windkraftanlagen mit einer Leistung von maximal 32,4 Gigawatt (Stand 30. Juni 2013). Allein rund 10.000 Anlagen stehen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Quelle: DPA

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