Wartezeit vorbei: Greenpeace energy liefert ab heute nach Ostdeutschland

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Greenpeace energy beliefert als erster Ökostromanbieter ab heute Verbraucher in den neuen Bundesländern mit ökologisch erzeugtem Strom. Dazu hatte Greenpeace energy im September mit dem ostdeutschen Braunkohleverstromer VEAG eine Rahmenvereinbarung zur Nutzung des VEAG-Stromnetzes geschlossen. Jetzt wurden von den ersten regionalen Netzbetreibern die nötigen Durchleitungsverträge unterschrieben.


Die zunächst beteiligten Unternehmen sind die ESAG (Dresden), die MEAG (Halle), die WEMAG (Schwerin), die Stadtwerke Schwerin, die Energie Sachsen Brandenburg AG (envia) und die Zwickauer Energieversorgung. Weitere sieben Netzbetreiber hätten die Durchleitung ab dem 1. Dezember signalisiert, darunter auch die e.dis Energie Nord. Nach Aussagen von Greenpeace energy scheitere die geplante Belieferung im e.dis-Gebiet an der Willkür des Unternehmens. Und auch alle weiteren 50 Netzbetreiber im VEAG-Gebiet kritisiert das Ökostrom-Unternehmen. Sie sähen sich trotz der Vorgaben der Verbändevereinbarung und einem nunmehr seit zweieinhalb Jahren liberalisierten Strommarkt nicht in der Lage, den grünen Strom durchzuleiten. Sie würden noch immer technische und organisatorische Schwierigkeiten vorgeben. "Die Netzbetreiber im Osten haben sich stets hinter Braunkohleschutzklausel und der VEAG versteckt. Jetzt muss durchgeleitet werden und sie spielen die Überraschten", so Heinz Laing, Vorstandsmitglied von Greenpeace energy. "Es handelt sich um eine nicht hinnehmbare Einschränkung für die Verbraucher, sie nicht den Strom beziehen können, den sie eigentlich wünschen. Wir werden die Interessen unserer umweltbewussten Verbraucher durchsetzen", zeigte sich Laing kampfeslustig.

Das könnte Sie auch interessieren
Top