Heizanlage

Warmwasser: Kosten im Sommer überprüfen

Heizkosten fallen bei vielen Haushalten auch im Sommer an, selbst wenn die Heizungen gar nicht laufen. Das ist dann der Fall, wenn die Heizungsanlage auch für die Warmwasserversorgung zuständig ist. Deshalb eignen sich die Sommermonate bestens, um einmal die Kosten zu überschlagen.

Wasser sparen© silver-john / Fotolia.com

Berlin (red) - Selbst im Sommer haben die meisten Heizkessel keine Pause. 144 Euro Heizkosten zahlt ein Vier-Personen-Haushalt im Schnitt zwischen Juni und September, berichtet die co2online GmbH. Der Grund: In vielen Einfamilienhäusern ist die Heizanlage auch für die Bereitstellung des Warmwassers zuständig und verbraucht dabei oft mehr Energie als nötig. In den heizfreien Sommermonaten können Eigenheimbesitzer ideal überprüfen, welcher Grundbedarf an Heizenergie für ihren Warmwasserverbrauch benötigt wird und ihre Anlage entsprechend einstellen lassen.

Verbrauchsdaten mit dem Energiesparkonto vergleichen

Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz , Bau und Reaktorsicherheit geförderte Energiesparkonto kann dabei helfen: Das digitale Haushaltsbuch für den Energieverbrauch bietet Eigentümern einen Überblick über die eigenen Energiedaten und vergleicht diese mit ähnlichen Haushalten.

Durch das Eintragen der Heizzählerdaten, welche je nach Energieträger beispielsweise vom Gas- oder Wärmezähler im Keller abgelesen werden, erfahren Nutzer, ob ihre Heizanlage bedarfsgerecht eingestellt ist oder unnötig Geld, Energie und CO2 verbraucht. Ein überdurchschnittlich hoher Energieverbrauch könnte zum Beispiel auf zu häufige Zündvorgänge im Brennerraum oder Energieverluste durch schlechte Dämmung des Kessels oder der Leitungen hinweisen. Hier lohnt es sich einen Installateur zur Behebung der Mängel hinzuzuziehen.

Überprüfung auch bei Solarthermie-Anlagen

Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online GmbH, empfiehlt Hausbesitzern daher auch im Sommer ihre Heizzählerstände im Blick zu behalten. Insbesondere bei einer geplanten Heizanlagensanierung oder der Installation von Solarthermie-Elementen am Eigenheim helfe es, den individuellen Basisbedarf an Heizenergie zu kennen. Das gelte auch für Haushalte, die eine Solarthermie-Anlage besitzen. Denn im Idealfall kann die Anlage den Warmwasserbedarf eines Eigenheimes im Sommer zu 100 Prozent abdecken. Zeigen die Analysen des Energiesparkontos, dass der Heizkessel trotz Sonnenscheins für die Warmwasseraufbereitung arbeitet, sollte die Solarthermie-Anlage durch einen Installateur überprüft werden.

Übrigens: Wer in den Sommermonaten also in den Urlaub fährt spart Geld, indem er die Heizanlage einfach ganz abschaltet.

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