Nachwuchs

Wanderfalken "stehen" auf Atomstrom

Wanderfalken stehen offenbar auf Atomstrom. Ein Paar der vom Aussterben bedrohten Vögel hat im schleswig-holsteinischen Kernkraftwerk Brunsbüttel gleich dreifach für Nachwuchs gesorgt. Auch das nahegelegene Heizkraftwerk Wedel ist als Brutplatz für Falken beliebt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Brunsbüttel (ddp-nrd/sm) - Die Ende April geschlüpften Jungen unternehmen in diesen Tagen unter Betreuung ihrer Eltern die ersten Flugversuche, wie der Kraftwerksbetreiber Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW) mitteilte. Die Greifvögel hatten am Kraftwerksschornstein in 45 Meter Höhe genistet.

Der Atommeiler hat sich zu einem beliebten Brutplatz für die mittlerweile seltenen Vögel entwickelt. Nach HEW-Angaben kommt bereits seit 1996 regelmäßig ein Wanderfalkenpaar zum Nisten nach Brunsbüttel und zieht im Kernkraftwerk jedes Jahr bis zu vier Junge groß. Im Herbst solle deshalb extra ein neuer Nistkasten am Schornstein angebracht werden.

Doch nicht nur der Atommeiler hat Anziehungskraft für die Falken. Auch an dem weiter elbaufwärts gelegenen Heizkraftwerk Wedel zieht ein Wanderfalkenpaar derzeit vier Jungvögel auf.

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