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Wahlfreiheit beim Energieausweis endet bald

Noch bis Ende September haben Hausbesitzer die freie Wahl, sich für ihr Gebäude unabhängig von dessen Alter einen bedarfs- oder verbrauchsorientierten Energieausweis ausstellen zu lassen. Darauf macht der Verband Privater Bauherren (VPB) aufmerksam.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Beim verbrauchsorientierten Ausweis wird der tatsächliche Verbrauch einer Immobilie zu Grunde gelegt, beim bedarfsorientierten wird der Energiebedarf eines Hauses aufgrund seiner Bauweise berechnet. Im ersten Fall hängt das Ergebnis maßgeblich von den Bewohnern ab und lässt sich nicht ohne weiteres auf neue Bewohner übertragen.

Anders beim bedarfsorientierten Ausweis: Er setzt eine umfangreiche bautechnische Untersuchung voraus, die dann auch im dazugehörigen Gutachten objektive Werte liefert. Damit können potenzielle Käufer oder Mieter den tatsächlichen Energieverbrauch einer ins Auge gefassten Immobilie beurteilen und Angebote vergleichen.

Dieser bedarfsorientierte Ausweis wird ab dem 1. Oktober 2008 Pflicht für alle bislang unsanierten Ein- bis Vierfamilienhäuser aus der Zeit vor 1978, die die Anforderungen der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 nicht einhalten.

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