Gegen Gaspreiserhöhung

VZ Brandenburg reicht drei Sammelklagen ein

Auch wenn sich die "große" Politik momentan mit Gaslieferengpässen, langfristigen Lieferverträgen und neuen Netzzugangsmodellen beschäftigt, machen die deutschen Verbraucherzentralen weiterhin mobil gegen "unbillige" Gaspreiserhöhungen. Geklagt wird gegen EWE, Spreegas und Erdgas Brandenburg.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Potsdam (red) - Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat jetzt die von ihr initiierten drei Klagen gegen die Gasversorger EWE AG, Erdgas Mark Brandenburg und Spreegas Cottbus an den Langerichten Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) eingereicht. 432 brandenburgische Verbraucher wollen sich gegen die offensichtlich unbilligen Preiserhöhungen ihrer Gasversorger wehren.

"Der bloße Verweis auf die gestiegenen Ölpreise bzw. andere Preiserhöhungen auf dem Energie-Weltmarkt reichen für eine Begründung der Preiserhöhung nicht aus", kommentierte Alexander Bredereck, Geschäftsführender Vorstand der brandenburgischen Verbraucherzentrale. Er fordert: "Wer höhere Preise verlangt, muss diese auch nachvollziehbar begründen können!" Er räumt den drei Klagen gute Erfolgsaussichten ein, da die Erhöhungen nicht nachvollziehbar und daher unbillig seien.

Aus diesem Grund hatten die Verbraucherschützer betroffene Verbraucher im Land Brandenburg aufgefordert, sich an den Sammelklagen gegen drei Versorger zu beteiligen. Sie konzentrierte sich dabei aus Kapazitätsgründen exemplarisch auf drei der 34 Versorger im Land. Auf die hier erstrittenen Urteile sollen sich dann alle Kunden dieser und auch anderer Gasversorger im Land stützen können.

Um die gemeinsame Prozessführung der Verbraucher weiter im notwendigen Umfang koordinieren zu können, bittet die Verbraucherzentrale Brandenburg um zweckgebundene Spenden auf nachfolgendes Konto:
Deutsche Bank, BLZ 120 700 24
Kontonummer: 309 90 09
Kennwort: "Gaspreis-Klagen"

Das könnte Sie auch interessieren
  • Festgeldkonto

    BGH: Keine Mindestpauschalen für die Kontoüberziehung

    Die Kontoüberziehung kann bei einigen Banken so richtig teuer werden, auch wenn der Kontostand nur für wenige Tage ein paar Cent im Minus steht. Der Bundesgerichtshof hat nun zumindest Mindestpauschalbeträge für die Überziehung untersagt.

  • Geld abheben

    An Geldautomaten wird es für Fremdkunden teurer

    Geld abheben wird für Fremdkunden teilweise deutlich teurer. Viele Privatbanken erhöhen die Gebühren nach fünf Jahren erstmals. Statt 1,95 Euro müssen Sparkassen-Kunden an einem Automaten der Deutschen Bank nun 3,95 Euro zahlen.

  • Hochspannungsleitung

    Berliner Gaspreise steigen erneut

    Trotz scharfer Kritik im Vorfeld erhöht die Gasag innerhalb von nur drei Monaten zum zweiten Mal deutlich die Preise. Ab 1. Januar müssen Privatkunden zwischen acht und zwölf Prozent draufzahlen. Erst im Oktober hatte der bundesweit größte kommunale Gasversorger die Tarife um etwa zehn Prozent angehoben.

  • Strompreise

    Verbraucherzentrale: Wie Gasversorger Kunden einschüchtern

    Die deutschen Gasversorger üben nach Angaben von baden-württembergischen Verbraucherschützern teilweise massiven Druck auf Kunden aus, die Preiserhöhungen nicht zahlen wollen. Dabei informieren sie oftmals bewusst falsch über Rechtslage und wirtschaftliche Zusammenhänge.

  • Strompreise

    Reaktionen auf Offenlegung: Schönes Rechenergebnis zur Volksverdummung

    Während die einen es als "Einstieg in die Transparenz" begrüßen, bezeichnen andere die gestrige Offenlegung der Gaspreiskalkulation durch E.ON Hanse als "Dreistigkeit" oder "Volksverdummung". Kritisiert wird inbesondere das Fehlen des Rechenwegs. Wir haben die Reaktionen zusammengefasst.

Top