Vorschlag: ökologische Finanzreform

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Durch eine drastische Verteuerung von Energie, Straßenverkehr und Entsorgungsgebühren würde eine spürbare Senkung von Sozialabgaben und Unternehmenssteuern ermöglichen und zudem die Umwelt entscheidend entlasten. Das sind die Erkenntnisse des Umweltbundesamtes (UBA) UBA-Präsident Andreas Troge stellte gestern in Berlin eine in seinem Auftrag erarbeitete Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts der Universität Köln vor, die ein auf zehn Jahre angelegtes Konzept für eine grundlegende ökologische Finanz- und Steuerreform propagiert.


In diesem Schriftstück findet sich u.a. eine allgemeine Energiesteuer. Hier sollen die nicht zur Stromproduktion verwendeten fossilen Energieträger wie Benzin, Öl und Gas nach dem Energiegehalt besteuert werden, wo hingegen auf erneuerbare Energien keine Steuern erhoben werden sollen. Der gesamtwirtschaftliche Energieverbrauch soll so binnen zehn Jahren um 40 Prozent teurer werden.


Die finanzielle Ausbeute: 147 Milliarden Mark Mehreinnahmen in 10 Jahren. Und auch volkswirtschaftlich hätte die Reform Vorteile: 260.000 neue Arbeitsplätze könnten entstehen, das Wirtschaftswachstum bliebe nahezu unverändert, und der Preisindex der gesamtwirtschaftlichen Produktion erhöhe sich um weniger als einen viertel Prozentpunkt pro Jahr.


(ots)

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