Aufruf

Vorgestellt: Ausbildungsinitiative "Umwelt schafft Perspektiven"

Die Unternehmen aus den Bereichen Umweltschutz und erneuerbare Energien wollen ihre Ausbildungsanstrengungen wesentlich verstärken. Das ist das Ziel der vom Bundesumweltministerium ins Leben gerufenen Initiative "Umwelt schafft Perspektiven", an der sich zunächst 29 Firmen beteiligen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Mit einem gemeinsamen Aufruf wendet sich die Initiative an die gesamte Branche. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hob hier besonders die Erklärung der im Bundesverband Erneuerbare Energien zusammengeschlossenen Firmen hervor: Sie wollen in den kommenden beiden Jahren 5.000 zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen.

So hat beispielsweise der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW ein solares Ausbildungsbündnis gegründet, dem sich bereits 20 Solarunternehmen angeschlossen haben. Ziel dieser Unternehmen ist es, die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze von derzeit rund 200 auf über 400 zum Ausbildungsjahr 2008 zu erhöhen.

"Auch in diesem Jahr fehlen in Deutschland Ausbildungsplätze. Auf der anderen Seite haben sich die Bereiche Umweltschutz und erneuerbare Energien in der Vergangenheit als Wachstumsmotoren erwiesen. Mit unserer Initiative wollen wir dazu beitragen, dass aus dieser wirtschaftlichen Dynamik zusätzliche Ausbildungsplätze entstehen. Das hilft nicht nur den jungen Menschen, denen wir eine berufliche Perspektive bieten. Sondern auch den Unternehmen, die angesichts der Wachstumsprognosen dringend auf gut qualifizierten Nachwuchs angewiesen sind", sagte Sigmar Gabriel.

Gabriel betonte, die Initiative habe sich ein straffes Arbeitsprogramm gegeben. "Wir wollen nicht nur um neue Ausbildungsplätze werben, sondern auch gemeinsam Punkt für Punkt konkrete Probleme abarbeiten – etwa bei den Ausbildungsinhalten oder Imageproblemen einzelner Ausbildungsberufe."

Die Initiative "Umwelt schafft Perspektiven" soll zunächst bis 2009 arbeiten. Im Bereich Umwelttechnik und erneuerbare Energien arbeiten nach Ministeriumsangaben zurzeit rund 1,5 Millionen Beschäftigte. Nach einer Prognose der Roland Berger Unternehmensberatung wird in Deutschland im Jahr 2020 mit Umwelttechnik ein höherer Umsatz erzielt als im Fahrzeugbau.

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