Kontamination

Vorfall im EnBW-Kernkraftwerk Philippsburg

Bei einem Zwischenfall im EnBW-Kernkraftwerk Philippsburg ist eine geringe Menge von radioaktiv verseuchtem Wasser in den Rhein gelangt. Dazu kam es bei Reinigungsarbeiten in einem Filterkonzentratbehälter durch ein undichtes Überströmventil. Die Radioaktivität hat sich wohl überwiegend in den Rohren des Systems abgelagert, Personen sind zunächst nicht betroffen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Bei Reinigungsarbeiten in einem Filterkonzentratbehälter kam es im EnBW Kernkraftwerk Philipssburg wahrscheinlich durch ein undichtes Überströmventil unbemerkt zur Rückströmung von radioaktiv verseuchtem Reinigungswasser in einen außerhalb des Kontrollbereichs stehenden mobilen nicht kontaminierten Behälter.

Weil dieser Vorgang nicht erkannt wurde, wurde der Behälterinhalt von etwa einem Kubikmeter fälschlicherweise in das Regenwassernetz des Kraftwerks entleert. Der Vorgang wurde bemerkt bei einer routinemäßigen Kontrolle der mobilen Einrichtung nach Arbeitsende. Personen sind nach Angaben von der EnBW nicht betroffen. Proben aus Ablagerungen aus dem Regenwassersystem des Kraftwerks haben ergeben, dass sich die Aktivität zum überwiegenden Teil in den Rohren dieses Systems abgelagert hat. Eine geringe Aktivitätsmenge ist jedoch auch in den Rhein gelangt. Laut EnBW hätten kontinuierliche Messungen an der Einleitestelle in den Rhein keine erhöhten Messwerte ergeben.

Der Vorgang wird vorläufig den Kriterien E 1.3.1 der AtSMV zugeordnet.

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