Erweiterung

Vorbereitungen für die Integration des türkischen Stromnetzes laufen

Wie die "Union for the Co-ordination of Transmission of Electricity" (UCTE) mitteilt, wurde nach mehreren Jahren Vorbereitungszeit jetzt die Eingliederung des türkischen Stromnetzes in das europäische Netz gestartet. Das Projekt wird von der Europäischen Kommission unterstützt und finanziert.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (red) - Der geplanten Eingliederung liegt eine Studie der UCTE zugrunde, die sich an den Richtlinien der Europäischen Union (EU) über die Ausweitung des Internen Strommarktes orientiert.

Im Hinblick auf die derzeitige Debatte über die Mitgliedschaft der Türkei in der EU ist das Projekt von großer politischer Bedeutung. Nach Martin Fuchs, Präsident der UCTE, die "elektrische Erweiterung" in den letzten 50 Jahren immer ein Vorreiter für die politische und ökonomische Integration in Europa. Beispiele seien hierfür die Anbindung Südosteuropas (seit 1974) oder Polens, der Tschechischen und Slovakischen Republik sowie Ungarns (seit 1995) an das System der UCTE.

Die Studie wurde wurde von UCTE-Mitgliedern unter der Federführung der deutschen RWE TSO und der griechischen HTSO erstellt. Weiterrhin beteiligt waren E.ON Netz (Deutschland), HEP (Kroatien), NEK (Bulgarien) und RTE (Frankreich). Von türkischer Seite ist die TEIAS aktiv beteiligt. Die ertsen Ergebnisse werden Anfang 2007 erwartet.

Derzeit sei das türkische Stromnetz nicht für einen synchronisierten Austausch geeignet, es bestehen aber bereits einige Verbindungen u.a. nach Aserbaidschan, Armenien, Bulgarien, Georgien, Iran, Irak und Syrien. Der Strombedarf der Türkei wird nach Ansicht der UCTE in den nächsten Jahren weiter steigen. Die Organistation rechnet für 2010 mit einer Kapazität von 65.000 Megawatt.

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