Ideenwettbewerb

Vom Bewag-Heizkraftwerk zum Wellness-Entspannwerk

Heute prämiert der Berliner Energieversorger Bewag die Gewinner des Ideenwettbewerbs, der im September 2002 ausgelobt wurde. Aufgabe war die Entwicklung denkmalgerechter und wirtschaftlich tragfähiger Konversionskonzepte für Teile eines Heizkraftwerkes. Gewinnerin ist Cornelia Seiler von der Fachhochschule Potsdam mit einem Entspannwerk.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Heute wird in Berlin mit der feierlichen Preisverleihung an die Sieger und anschließender Ausstellungseröffnung der erste studentische Ideenwettbewerb zur Umnutzung eines Berliner Industriedenkmals erfolgreich abgeschlossen. Die Ausstellung zeigt alle 37 Wettbewerbsbeiträge im Umspannwerk Humboldt.

Der Ideenwettbewerb wurde zum Tag des offenen Denkmals im September 2002 gemeinsam von der Bewag und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter Schirmherrschaft des Berliner Landesdenkmalamtes ausgelobt. Aufgabe war die Entwicklung denkmalgerechter und wirtschaftlich tragfähiger Konversionskonzepte für Teile des Bewag-Heizkraftwerkes Charlottenburg. Studierende der Fachrichtungen Architektur, Stadt- und Regionalplanung sowie Landschaftsplanung von 18 Hochschulen aus Deutschland und Österreich haben am Wettbewerb teilgenommen. Die 37 eingereichten Beiträge zeigen ein breites Spektrum an Zukunftsideen für die denkmalgeschützten Industriebauten. Sie reichen von der Nutzung als Museum, für Sport- und Freizeitangebote über Hotel- und Einzelhandelsnutzung, Archiv und Hochschulstandort bis zur Anlage eines innerstädtischen Sportboothafens.

Eine Jury aus namhaften Architekten, Denkmalpflegern, Stadtplanern und den Auslobern hat unter den vielfältigen Beiträgen die sechs besten ausgewählt. Folgende Studenten erhalten für ihre eingereichte Arbeit einen Preis: 1. Preis (2000 Euro) Cornelia Seiler, Fachhochschule Potsdam: Entspannwerk (Wellness-Center), 2. Preis (1500 Euro) Julia Conradi, Katja Schmidt, Universität der Künste Berlin: Mediathek, Hotel, Spa-Center, Ärztehaus, 2. Preis (1500 Euro) Guido Zens, Gesamthochschule Wuppertal: Archivzentrum, 4. Preis (1000 Euro) Andreas Berzborn, Fachhochschule Potsdam: Adventurizer (Anlage für Extremsportarten).

"Wir sind von der Anzahl und hohen Qualität der eingereichten Arbeiten sehr positiv überrascht. Die Studenten haben bei ihrer Beschäftigung mit unserem traditionsreichen Kraftwerksstandort hohen planerischen Sachverstand und imponierende Kreativität bewiesen. Dafür sage ich im Namen der Bewag herzlichen Dank", äußert sich Dr. Hans-Achim Grube, Leiter des Immobilienbereichs der Bewag, zufrieden mit dem Wettbewerbsverlauf. Die Bewag plant nun auf Basis der Wettbewerbsarbeiten mit potenziellen Nutzern und Investoren über eine zeitnahe Umsetzung und Nachnutzung zu verhandeln. Die Chancen für eine Realisierung eines der Projekte stehen nach Einschätzung von Dr. Grube sehr gut. Auch eine schrittweise Umsetzung ist möglich.

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