Wegweisend

VNG bilanziert erfolgreiches Geschäftsjahr 2002 / An EWE-Anteilen interessiert

Die Leipziger Verbundnetz Gas AG (VNG) hat gestern ihre Bilanz für das vergangene Jahr vorgestellt und gleichzeitig Interesse an den EWE-Anteilen angemeldet, die E.ON im Zuge der Fusion mit Ruhrgas abgeben muss. VNG hat bei einem Umsatz von 2,9 Milliarden Euro einen Bilanzgewinn von 85 Millionen Euro erzielt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Der ostdeutsche Erdgasgroßhändler und Energiedienstleister VNG - Verbundnetz Gas AG (Leipzig) hat im vergangenen Geschäftsjahr bei einem Umsatz von 2,9 Milliarden Euro (2001: 3,1 Milliarden Euro) einen Bilanzgewinn von 85 Millionen Euro (2001: 78 Millionen Euro) erzielt. Dieser Gewinn beschert den Aktionären der VNG, einschließlich den kommunalen Anteilseignern in Chemnitz, Dresden, Erfurt, Halle, Jena, Leipzig, Nordhausen und Rostock, für das Jahr 2002 eine Verzinsung ihres gezeichneten Eigenkapitals von 25,98 Prozent.

Als Hauptursachen für das gute Ergebnis wurden das strenge Kostenmanagement sowie eine höhere Verkaufsmenge an Erdgas genannt. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 156,5 Milliarden Kilowattstunden des Rohstoffs abgesetzt werden. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Erhöhung um 3,8 Prozent.

In seiner Rede betonte der Vorstandsvorsitzende, Dr. Klaus-Ewald Holst, die Bedeutung partnerschaftlicher Beziehungen für den Erfolg des Unternehmens: "Die neuen Formen der Zusammenarbeit mit den Kunden und Partnern der VNG spiegeln sich vor allem in flexibel gestalteten Verträgen und in den gemeinsamen Konzepten zur Instandhaltung netztechnischer Anlagen wider." Mit Blick auf Osteuropa ergänzte der Vorstandsvorsitzende: "Unser Wille zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit ist keineswegs an Landesgrenzen gebunden."

Gleichzeitig wurde bekannt, dass die VNG an den EWE-Anteilen interessiert ist, die E.ON im Zuge der Fusion mit Ruhrgas abgeben muss. Bis zum 2. Juni will Holst ein Angebot für die Beteiligung am Oldenburger Energieversorger abgeben. An den VNG-Anteilen, die E.ON ebenfalls abgeben muss, ist der russische Gaskonzern Gasprom interessiert, der bereits knapp fünf Prozent an der Leipziger VNG hält.

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