Gas

VKU zur Verbändevereinbarung Gas: Rechentechnische Probleme bei der Einbeziehung von Haushaltskunden

Auf die Ankündigung, Haushaltskunden könnten ab Januar 2002 den Gasanbieter wechseln, reagierte der Verband kommunaler Unternehmen eher verhalten. Dazu bestünden noch erhebliche rechentechnische Schwierigkeiten.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

"Wir begrüßen die weitere Öffnung des Gasmarktes, die jetzt einen wichtigen Meilenstein erreicht hat. Natürlich werden wir auch den weiteren Verhandlungsprozess konstruktiv mitgestalten. Wir müssen jedoch betonen, dass die Einbeziehung der Haushaltskunden in den Gaswettbewerb noch nicht ohne praktische Probleme abgewickelt werden kann." Mit diesen Worten reagierte der Vizepräsident des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Dr. Norbert Ohlms auf die Unterzeichnung des zweiten Nachtrags zur Verbändevereinbarung Gas.

Es bestünden noch erhebliche rechentechnische Schwierigkeiten bei Unternehmen der Endverteilerstufe, die in erster Linie betroffen seien. Verfahren zur Ermittlung sogenannter Lastprofile, mit denen das Verbrauchsverhalten der Haushaltskunden für jede Stunde eines Jahres statistisch ermittelt werden kann, seien erst vor aller kürzester Zeit entwickelt worden und konnten noch nicht erprobt und schon gar nicht in die Abrechnungssoftware der Unternehmen integriert werden. Aus diesem Grund könne zum 1. Oktober nur mit einem vereinfachten Verfahren im Rahmen einer Test- und Erprobungsphase für Haushaltskunden begonnen werden, kündigte Ohlms an. In Anbetracht der aktuellen Diskussion um eine Verschärfung des Kartellrechts wies er darauf hin, dass der VKU weiterhin zum verhandelten Netzzugang stehe. Er erwarte aber, dass das Bundeswirtschaftsministerium sowie die Kartellbehörden des Bundes und der Länder die von den Verbänden erarbeiteten Regelungen und Positionen akzeptierten. Es könne nicht sein, dass solche Ergebnisse im nachhinein verändert würden.

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