Benachteiligung

VKU kritisiert Effizienzvergleich der Bundesnetzagentur

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) zeigt sich alarmiert angesichts des gegenwärtig laufenden Verfahrens zur Berechnung der unternehmensindividuellen Effizienzwerte, die die Basis für die Anreizregulierung bilden. Durch die Methode der BNetzA würden städtische Versorger gegenüber regionalen Versorgern benachteiligt.

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Berlin (red) - In einem Schreiben an den Präsidenten der Bundesnetzagentur Kurth beklagen VKU-Präsident Weil und VKU-Hauptgeschäftsführer Reck, für die Unternehmen sei nicht nachvollziehbar, aufgrund welcher Informationen der Effizienzwert festgesetzt werde. "Als äußerst kritisch und fragwürdig" sei außerdem anzusehen, dass die von der Bundesnetzagentur gewählte Methode "zu einer systematischen strukturellen Benachteiligung von städtischen gegenüber Regionalversorgern" führe.

Während Regionalversorger häufig Effizienzwerte von bis zu 100 Prozent aufwiesen, fielen städtische Versorger dem gegenüber deutlich ab. Der VKU führt dies auf die Auswahl der Parameter für den Effizienzvergleich zurück und fordert daher nachdrücklich, dass Transparenz hergestellt wird über die Methodik und die Parameter. Nur so könnten die Unternehmen die Richtigkeit und Plausibilität der Berechnungen nachvollziehen.

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