Benchmarking

VKU-Betriebskostenvergleich: Auszeichnung für Herzo Werke GmbH

In Köln wurde gestern das 50-jährige Bestehen des Betriebskostenvergleichs kommunaler Unternehmen (BkV) gefeiert. An diesem freiwilligen Benchmarking kleiner und mittlerer Versorgungsunternehmen beteiligen sich gegenwärtig 225 Stadtwerke in Deutschland. Die Herzo Werke GmbH (Herzogenaurach) wurden als renditestärkstes Unternehmen im BkV ausgezeichnet.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Als "Erfolgsstory, bei der wir auf fünf Jahrzehnte Fachkompetenz zurückblicken können", bezeichnete Werner Pods, Obmann des Leitausschusses, die Geschichte des BkV. Durch die hohe Vergleichbarkeit der Kennzahlen und Benchmarks sowie durch die einheitliche Datenerhebung könnten die Unternehmen sicher feststellen, wo sie im Wettbewerb stehen. Auf die Liberalisierung des Energiemarktes, nach der sich vorübergehend die Frage stellte, ob der Betriebskostenvergleich unter Konkurrenzdruck überhaupt noch durchführbar sei, hat der BkV mit einer flexiblen Anpassungsstrategie reagiert. Die als sensibel einzustufenden Wettbewerbsdaten wurden anonymisiert, um der notwendigen Vertraulichkeit dieser Werte gerecht zu werden.

Erstmals verliehen wurde der BkV-Award "Erfolg durch Benchmarking", der für einen hohen Leistungsstandard in der Sparte Elektrizitätsversorgung, gemessen an wirtschaftlichen Kriterien, vergeben wird. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr die Herzo Werke GmbH aus Herzogenaurach. Nach Begründung der Jury gehört das Unternehmen zu den Spitzenreitern mit der im Durchschnitt höchsten gewichteten Umsatzrentabilität.

Nach Begründung der Jury würde diese Position nicht etwa durch besonders günstige Versorgungsstrukturen gestützt, die Strukturdaten entsprächen den durchschnittlichen Verhältnissen in der Branche. Die Rentabilitätslage der Herzo Werke gestalte sich auch nicht aus einem hohen Verkaufspreisniveau, die Erlöse lägen auf durchschnittlicher Höhe. Die Stärke des diesjährigen Preisträgers liege vielmehr in der günstigen Kostensituation. Die Beschaffungskosten unterschritten das durchschnittliche Niveau und die Betriebskosten gehörten zu den niedrigsten im gesamten BkV.

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