Standpunkt 2

VKU befürchtet Benachteiligung für Kraft-Wärme-Kopplung

Der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) fordert einen Ausgleich für Benachteiligungen der Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen beim bevorstehenden Emissionshandel. "Bei der Ausgestaltung der Zuteilungsregeln müssen diese Nachteile berücksichtigt werden", sagte VKU-Präsident Gerhard Widder im Vorfeld der heutigen Anhörung.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Durch die in KWK-Anlagen für die öffentliche Versorgung erzeugte Raumwärme konnte die Verbrennung von fossilen Brennstoffen in den Haushalten in erheblichem Umfang vermieden und damit eine spürbare Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen bewirkt werden. "Ohne die Sicherung und Modernisierung der bestehenden KWK-Anlagen sowie ohne Investitionen in neue effizientere Heizkraftwerke sind weder die Kohlendioxid-Verpflichtung Deutschlands im Rahmen des Kyoto-Protokolls noch die Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft zur Kohlendioxid-Reduktion umsetzbar. Die umwelt- und klimaschützende KWK-Technologie ist für das Erreichen dieser Ziele unverzichtbar", sagte Widder.

Der VKU will auch weiterhin eine einvernehmliche Lösung der Energiewirtschaft und der Industrie mit der Bundesregierung. Wesentliche Voraussetzung für eine Verständigung sei dabei, dass es durch den bevorstehenden Emissionshandel und der dazu erforderlichen Zuteilung der Zertifikate zu keiner wirtschaftlichen Belastung der kommunalwirtschaftlichen Anlagen kommen darf.

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