Effiziente Nutzung

"Virtuelle Kraftwerke" sollen Energieerzeugung steuern

Die "virtuellen Kraftwerke" sollen Verbrauch und Leistung dezentraler Energieanlagen kontrollieren, die Energieerzeugung nach Bedarf steuern und vermeiden, dass Wärme ungenutzt "verpufft". Das rheinland-pfälzische Umweltministerium fördert ein dreijähriges Projekt dazu mit 250 000 Euro.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - "Virtuelle Kraftwerke" sollen in Rheinland-Pfalz künftig zur effizienteren Nutzung von Energie beitragen. Umweltministerin Margit Conrad (SPD) stellte dazu am Montag in Mainz ein Versuchsprojekt vor.

Die "virtuellen Kraftwerke" sollen demnach den Verbrauch und die Leistung dezentraler Energieanlagen kontrollieren, die Energieerzeugung nach Bedarf steuern und vermeiden, dass Wärme ungenutzt "verpufft". Das Umweltministerium fördert das dreijährige Projekt mit 250 000 Euro.

Die Grundlagen für das Projekt hat die Transferstelle Bingen (TSB) seit Mitte 2004 entwickelt und an der Fachhochschule Bingen erprobt. Im Herbst soll ein größerer Feldversuch mit sechs bis zehn Energieanlagen starten. Als Kooperationspartner engagieren sich die Pfalzwerke und die Stadtwerke Bad Kreuznach.

Zentrales Element eines "virtuellen Kraftwerks" ist den Angaben nach, dass ein zentraler Computer die dezentralen Stationen untereinander steuert. Damit werde der schwankende Energiebeitrag der einzelnen Anlagen ausgeglichen und so der Gesamtbedarf abgedeckt. Das sei besonders für Fotovoltaik- und Windkraftanlagen interessant. Schließlich scheine die Sonne nicht ständig und der Wind wehe nicht immer, sagte Ralf Simon von der TSB.

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