DVG-Forderungen überzogen

VIK: Zu hohe Mehrkosten beim Strom durch Gesetze

Aus Sicht des VIK spiegelt die Rechnung der DVG überzogene Mehrkosten für Erneuerbare Energien und die Kraft-Wärme-Kopplung wider.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) hält eine Belastung der Stromkunden bedingt durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-Gesetz) in Höhe von durchschnittlich 0,18 Pfennig pro Kilowattstunde für angemessen. Bei den Mehrkosten durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) können die Belastungen je nach Region sogar auf Null absinken.

Die Jahresabrechnung 2000 der Deutschen Verbundgesellschaft (DVG) sei dahingegen zu hoch und spiegele andere, aus Sicht des VIK überzogene, Mehrkosten wider. Bei der DVG-Berechnung ergeben sich aufgrund des KWK- Gesetzes und des EEG Mehrkosten von insgesamt knapp einem Pfennig pro Kilowattstunde, wobei das KWK-Gesetz dabei mit 0,43 Pfennig pro Kilowattstunde und das EEG mit 0,48 Pfennig pro Kilowattstunde zu Buche schlägt. Die von der DVG vorgelegte Berechnung der Belastungen von Stromverbrauchern ist nach Ansicht des VIK unvollständig und verschweigt wichtige Faktoren, die zu einer deutlichen Ermäßigung der gesetzlichen Kosten führen würden. So dürfe laut VIK nur tatsächlicher KWK-Strom nach dem KWK-Gesetz gefördert werden. Jede Einbeziehung von Kondensationsstrom widerspreche dem Gesetz. Auch sei eine Umlage der Mehrkosten auf Basis des insgesamt verbrauchten Stroms vorzunehmen. Bei der Berechnung der EEG-Mehrkosten dürfe zudem nicht verschwiegen werden, dass mit diesem Gesetz eine vorher gültige Regelung, die ebenfalls Kosten verursachte, abgeschafft wurde. Durch den Wegfall des alten Stromeinspeisungsgesetzes entstehe der Stromwirtschaft eine jährliche Entlastung von etwa 1,3 Milliarden DM. Zudem sei ein bestimmter Marktwert des geförderten EEG-Stroms zu berücksichtigen, argumentierte der VIK. Der Verband rät vor diesem Hintergrund allen Stromkunden zu einer genauen Gegenrechnung der geforderten Zuschläge.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Ökostromrechner

    Kabinett segnet Ökostrom-Reform ab

    Wie geht es weiter mit dem Ökostrom-Ausbau in Deutschland? Lange konnten sich Bund und Länder nicht einigen, aber nun hat sich die EEG-Reform auch ihren Weg durch das Bundeskabinett gebahnt.

  • Strom sparen

    Trittin fördert Photovoltaik-Anlage in einem Agrarbetrieb in Unterfranken

    Die Weiterentwicklung vom Land- zum Energiewirt wird von der Bundesregierung gefördert. Jetzt stellte das Umweltministerium 360 000 DM für eine neuartige Photovoltaik-Anlage für einen Agrarbetrieb in Unterfranken bereit.

  • Stromnetz Ausbau

    Trittin eröffnet SOLAR ENERGY 2001 in Berlin

    Heute eröffnete Umweltminister Trittin in Berlin die diesjährige Weltmesse für erneuerbare Energien. Noch bis zum 10. Juni können sich Interessierte dort über alle Aspekte der Zukunftstechnologien informieren.

  • Stromnetz Ausbau

    VEAG steigert Stromabsatz um 12 Prozent

    14,9 Milliarden Kilowattstunden Strom hat die VEAG im ersten Quartal dieses Jahres abgesetzt. Das sind 12 Prozent mehr als im ersten Quartal des vergangenen Jahres.

Top