Starke Differenz

VIK vergleicht Erdgas-Netznutzungsentgelte: Spreizung bis 87 Prozent ist zu hoch

Der Verband der industriellen Energie- und Kraftwirtschaft hat einen neuen Vergleich der Netznutzungsentgelte im Bereich Erdgas veröffentlicht. Ergebnis: Preisdifferenzen von bis zu 32 Prozent bei der Endverteilung, bis zu 49 Prozent bei der überregionalen Ferngasversorgung und bis zu 87 Prozent bei der regionalen Ferngasversorgung.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Preisdifferenzen für die Erdgasnetznutzung von bis zu 32 Prozent bei der Endverteilung, bis zu 49 Prozent bei der überregionalen Ferngasversorgung und bis zu 87 Prozent bei der regionalen Ferngasversorgung zeigt der aktuelle Preisvergleich des VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e. V. "Diese Ergebnisse bestätigen die negativen Erfahrungen der älteren Vergleiche. Für einen echten Wettbewerb auf dem Erdgasmarkt liegen die Netznutzungspreise immer noch zu hoch und differieren dabei stark", fasst der Verband die Ergebnisse zusammen.

Zudem rücke die Untersuchung, die sich an der bis zum 1. Oktober 2002 gültigen Verbändevereinbarung Erdgas orientiert, weitere Hürden für den Wettbewerb ins Rampenlicht. So würden einige Gasnetzbetreiber beispielsweise Sicherheitsleistungen und Bankbürgschaften verlangen und neben den Transportkosten gesonderte Kosten für die Einspeisung und für die Nutzung von Ausspeiseanlagen geltend machen. Bei einigen Unternehmen sei sogar schon die Angebotserstellung kostenpflichtig, was ebenfalls nicht den Bedingungen der Verbändevereinbarung entspräche.

Nach wie vor ist VIK bei der Untersuchung auf Netzbetreiber gestoßen, die ihre Entgelte entgegen der Verbändevereinbarung nicht publiziert haben. Außerdem sind für einen umfassenden Überblick weiterhin zahlreiche Einzelrecherchen erforderlich. Daher hält VIK eine einheitliche und zentrale Aufbereitung dieser Angaben für dringend notwendig.

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