Standpunkt

VIK und VRE: Streit über EnWG-Novelle geht weiter

Auch die Verbände sind sich uneinig über die Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes. Jüngstes Beispiel: VIK und VRE. Während sich der VIK gegen Nettosubstanzerhalt und Anrechnung der Körperschaftssteuer ausspricht, sieht der VRE nur "erneute Panikmache".

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Essen (red) - Für den Verband der Verbundunternehmen und Regionalen Energieversorger in Deutschland (VRE) ist die Reaktion des Verbands der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) auf verschiedene Vorschläge für das neue EnWG zugunsten der energieintensiven Industrie "unverständlich". Damit erweise er seinen Mitglieder einen "Bärendienst", teilte der VRE zu Beginn dieser Woche mit.

Der VIK hatte zuvor die Mehrkosten für Netznutzer durch Nettosubstanzerhalt und Körperschaftssteuer auf 15 Milliarden Euro geschätzt. Hier zeige sich, wie lukrativ für die Netzbetreiber das Kalkulationsverfahren Nettosubstanzerhaltung im Vergleich zu dem der Realkapitalerhaltung sei, hieß es aus der Verbandszentrale in Essen. Die Mehrkosten seien zurückzuführen auf die so genannten Scheingewinne und auf die Steuern für diese Scheingewinne, die nur bei der Nettosubstanzerhaltung anfielen.

Der VRE bezeichnete derlei Rechnungen als "erneute Panikmache". Bei den Mehrkosten aus der Förderung erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung hatte sich der VIK erfolgreich für eine Ausnahmeregel eingesetzt. Mit der jetzigen Ablehnung erweise er gerade den Mitgliedern einen Bärendienst, die besonders auf preisgünstige Energie angewiesen seien.

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