Statistik

VIK-Strompreisindex verharrt im März 2005 auf hohem Niveau

Der VIK-Strompreisindex für Mittelspannungskunden in der Industrie liegt im März 2005 mit 122,37 Punkten weiterhin auf höchstem Niveau. Im Vergleich zum Vormonat sank der Index nur marginal um 0,25 Prozent (0,31 Punkte). Grund sind die gestiegenen Netznutzungsentgelte bei RWE, Bewag, HEW, enviaM und EnBW.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Essen (red) - Die im Mittel gesunkenen Quartalspreise am EEX-Terminmarkt im Februar 2005 (Baseload plus 0,25 Prozent und Peakload minus 1,7 Prozent) für die nächsten vier Quartale hätten nach Angaben des Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) insgesamt zu einer leichten Senkung des Indices geführt. Die im Januar auf breiter Front angehobenen Netznutzungsentgelte hätten das Preisniveau insgesamt allerdings auf sehr hohem Niveau gehalten.

Somit liegt der Mittelwert der letzten sechs Monate bei 123,64 Punkten, der Jahresmittelwert bei 122,82 Punkten. Auf diesem hohen Niveau habe sich der VIK-Index in den letzten Monaten eingependelt.

Im Februar 2005 hatten die ab 1. Januar 2005 wirksam gewordenen Erhöhungen der Netznutzungsentgelte zunächst für einen Anstieg des VIK-Index um 0,55 Prozent (0,67 Punkte) gesorgt. Im Mittel seien die Mittelspannungsnetzentgelte der sechs für den Index herangezogenen Netzbetreiber Bewag, EnBW, E.ON Bayern, HEW, RWE Westfalen-Weser-Ems und enviaM um 3,63 Prozent gestiegen. Der deutlichste Anstieg sei beim Verteilnetzbetreiber RWE Westfalen-Weser-Ems mit durchschnittlich 9,96 Prozent zu verzeichnen, gefolgt von der Bewag mit 5,01 Prozent und der HEW mit 4,08 Prozent.

Ab dem 1. Januar 2005 müssten Kunden im Mittelspannungsnetz der enviaM durchschnittlich 2,31 Prozent und bei der EnBW 0,39 Prozent mehr für die Netznutzung zahlen. Einzig der Verteilnetzbetreiber E.ON Bayern habe die Entgelte zum Jahresbeginn nicht erhöht.

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