Auch im November

VIK-Strompreisindex unverändert auf hohem Niveau

Der Strompreisindex des Verbands der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft ist auch im November auf einem unverändert hohen Niveau. Während der Strompreis an der Börse angestiegen sei, hätte sich das dortige Handelsvolumen verringert. Daher sei der Terminmarktpreis kein geeigneter Richtpreis.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Der VIK-Strompreisindex für Mittelspannungskunden in der Industrie liegt mit 125,69 Punkten im November 2004 geringfügig (0,36 Prozent) unter dem Vormonatswert. Von April 2004 (116,11 Punkte) bis heute sei der Index hingegen um 8,3 Prozent gestiegen, teilt der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) mit. Der Mittelwert der letzten fünf Monate liege bei 125,58 Punkten.

Im Gegensatz zum Anstieg des Strompreises an der Börse habe sich das dortige Handelsvolumen verringert. Ohnehin sei es im Verhältnis zum gesamten deutschen Strombedarf gering. Das Handelsvolumen im Terminmarkt habe im Oktober 2004 knapp 11,7 Terawattstunden unter dem Aprilvolumen von 2004 (39,3 Terawattstunden) gelegen. Dies unterstreicht aus Sicht des VIK, dass der Terminmarktpreis für Strom kein durchgängiger Richtpreis für alle Stromabschlüsse in Industrie und Gewerbe sein kann.

Durchschnittlich seien die Terminmarktpreise der kommenden vier Quartale im Oktober für Baseload um 0,3 Prozent und für Peakload um 1,1 Prozent gesunken. Der Durchschnittspreis für das 1. Quartal 2005 habe dabei mit 3,0 Prozent (Base) und 4,7 Prozent (Peak) am deutlichsten nachgelassen.

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