Preissprünge

VIK-Strompreisindex im Juli 2003 um 3,41 Prozent gestiegen

Einen ziemlich großen Sprung hat der VIK Strompreisindex für industrielle Mittelspannungskunden gemacht: Er ist um 3,41 Prozent gestiegen. Grund sind steigende Großhandelspreise an der Leipziger Strombörse EEX, für die auch Börsenanalysten noch keine Begründung gefunden haben. Derartige Preissprünge hatte es zuvor noch nicht gegeben.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Der VIK-Strompreisindex für Mittelspannungskunden in der Industrie ist Anfang Juli 2003 gegenüber dem Vormonat um 3,41 Prozent auf 111,12 Punkte gestiegen. Für die zurückliegenden zwölf Monate seit Juli 2002 ergibt sich damit ein Anstieg des Indices von 9,95 Prozent, teilte der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) heute mit.

Der aktuelle Anstieg des VIK-Strompreisindices ist bei konstanten Netznutzungsentgelten auf steigende Großhandelspreise an der European Energy Exchange (EEX) im Juni 2003 zurückzuführen. Der größte EEX-Preisanstieg war für das dritte Quartal 2003 zu verzeichnen. Anfang Juni 2003 kostete dieses Baseprodukt noch 24,40 Euro pro Megawattstunde, Ende Juni 2003 mit 28,66 Euro pro Megawattstunde schon 17,46 Prozent mehr. Noch deutlicher war die Steigerung für das Peakloadprodukt. Hier ist im gleichen Zeitraum der Preis von 37,35 Euro pro Megawattstunde um 27,66 Prozent auf 47,68 Euro pro Megawattstunde gestiegen. Auch die Preise der drei folgenden, für den Index relevanten Quartale, sind ebenso wie der Jahreskontrakt 2004 (Grundlast plus Euro pro Megawattstunde, Spitzenlast plus 4,2 Euro pro Megawattstunde) im Juni deutlich gestiegen.

Derartige Preissprünge von über zehn Euro innerhalb eines Monats waren seit Einführung des Indexes noch nicht zu verzeichnen. Börsenanalysten haben laut VIK derzeit noch keine hinreichende Begründung für die rasante Preisbewegung. Wetterdaten sowie Kraftwerksrevisionen werden als Ursache ausgeschlossen.

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