Statistik

VIK-Strompreisindex im Februar nahezu konstant

Die Vorstellung des aktuellen VIK-Strompreisindex für Mittelspannungskunden hat der Verband auch für Kritik an E.ON und EnBW genutzt, für deren Erhöhung der Netznutzungsentgelte es derzeit keinen Anlass gebe. Vielmehr sei eine deutliche Senkung angebracht.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Essen (red) - Der VIK-Strompreisindex für Mittelspannungskunden in der Industrie liegt im Februar 2004 mit 121,97 Punkten (minus 0,02 Prozent) leicht unter dem Vormonatsniveau (120 Punkte), teilt der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) mit.

Die Mittelspannungs-Netznutzungsentgelte sind dabei im Mittel bei der EnBW (plus 0,29 Prozent) und bei E.ON (plus 0,42 Prozent) gestiegen. Für den dennoch nahezu konstanten VIK-Index hat laut VIK der merkliche Rückgang des Peakloadpreises an der Strombörse European Energy Exchange (EEX) im Januar 2004 für das II. Quartal 2004 mit minus 4,8 Prozent gesorgt.

Nach der turbulenten Preisentwicklung des zurückliegenden Jahres hält der Verband, der die Interessen der energieintensiven Unternehmen in Deutschland vertritt, eine längerfristige Konsolidierungsphase für dringend notwendig. In dieses Bild passe die Erhöhung der Netznutzungsentgelte durch EnBW und E.ON überhaupt nicht. Aus Sicht des VIK gebe es derzeit keinen Anlass zur Erhöhung der Netzentgelte, vielmehr sei eine deutliche Senkung angebracht.

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