Zu hoch

VIK-Preisvergleich Erdgasnetze II/2001: Weiterhin zu hohe Netzpreisunterschiede bei Erdgas

Der VIK in Essen hat in seinem neusten Vergleich Preisdifferenzen von bis zu 86 Prozent bei Entgelten für die Netznutzung festgestellt. Dies sei nicht akzeptabel. Deshalb fordert der VIK erneut eine Senkung der Preise.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Preisdifferenzen für die Erdgasnetznutzung von bis zu 34 Prozent bei der Endverteilung, bis zu 49 Prozent bei der überregionalen Ferngasversorgung und bis zu 86 Prozent bei der regionalen Ferngasversorgung zeigt eine aktuelle Untersuchung des Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e. V. (VIK), Essen. Diese enormen Preisunterschiede zwischen den günstigeren und den teuersten Gasnetzbetreibern seien allerdings nicht akzeptabel. Deshalb fordert der VIK erneut eine schnelle Absenkung der Netzzugangspreise auf ein diskriminierungsfreies Niveau. Nur dann hätten Kunden eine faire Chance, Anbieter tatsächlich zu wechseln und so den Wettbewerb im Gasmarkt zu verstärken.

Das Beispiel eines Industrieunternehmens mit einem jährlichen Erdgasverbrauch von zehn Millionen Kilowattstunden macht deutlich, welche Preisunterschiede für die gleiche Dienstleistung "Erdgastransport" in Deutschland bestehen können. Sogar bei diesem vergleichsweise günstigen Abnahmeverhältnis zeigt die VIK-Untersuchung über alle Netzstufen eine Schwankung der Netzentgelte zwischen 0,9269 und 1,345 Pfennig pro Kilowattstunden.Die Zahl der veröffentlichten Netzzugangsbedingungen einzelner Netzbetreiber habe sich nach Angaben des VIK in den vergangenen Monaten erhöht. Die Transparenz sei trotzdem noch sehr unbefriedigend, weil ein umfassender Überblick weiterhin mit zahlreiche Einzelrecherchen verbunden ist. Nur die Netznutzungsbedingungen von etwa 200 der über 700 deutschen Netzbetreiber seien zentral bei den Verbänden der Gaswirtschaft hinterlegt.

Weitere Informationen und eine Grafik unter www.vik-online.de.

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