Ölpreistrend

VIK: Ölpreis 2006 im Mittel bei 55 US-Dollar pro Barrel

Der VIK-Ölpreistrend im September 2005 zeigt für Dezember 2005 einen mittleren Ölpreis von 61 US-Dollar pro Barrel. Für das Jahr 2006 rechnen Öl-Experten, deren Einschätzungen Grundlage der Ölpreisprognose des VIK sind, mit einem im Mittel geringfügig niedrigeren Ölpreis.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Nach Angaben des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) wird mit einem Absinken von etwa 57 US-Dollar pro Barrel Anfang 2006 auf 55 US-Dollar pro Barrel gerechnet, ein Preisniveau, welches bis Mitte 2007 gehalten werden soll. Der VIK-Ölpreistrend für Rohöl der Sorte Brent basiert auf einer Umfrage, die bei verschiedenen Banken durchgeführt wird und stellt den Mittelwert sowie die Bandbreite der Brent-Ölpreisprognosen dieser Geldinstitute dar.

Die Ölpreisentwicklung des letzten Monats war laut Umfrage vor allem durch die beiden Hurrikans "Katrina" und "Rita" beeinflusst. Diese hätten zu Totalausfällen der US-Ölproduktion im Golf von Mexiko geführt. Damit summiere sich der Produktionsausfall seit Ende August auf 33,3 Millionen Barrel Öl. Zusätzlich zu den seit "Katrina" außer Betrieb befindlichen vier Raffinerien mussten 15 weitere Betriebe ihre Produktion einstellen und drei ihren Output drosseln. Damit beliefe sich die Gesamtsumme der nicht zur Verfügung stehenden Raffineriekapazitäten auf fast 5 Millionen Barrel pro Tag. Dies seien rund 30 Prozent der gesamten US-Kapazitäten.

Vor diesem Hintergrund hat die OPEC beschlossen, bei Bedarf ab Oktober 2005 für drei Monate die Produktion auf das Maximum auszuweiten, so der VIK. Das betrifft insbesondere Saudi-Arabien; eines der wenigen Länder, das noch über freie Produktions-Kapazitäten verfüge. Saudi-Arabien selbst hat allerdings erklärt, dass es von keiner nennenswerten zusätzlichen Rohöl-Nachfrage ausgehe.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Erdgaspreise

    Opec einigen sich auf Fördergrenze beim Öl

    Die zerstrittene Opec hat sich nun doch einigen können, die Ölfördermenge zu begrenzen. Bereits seit zwei Jahren sind die Ölpreise fast durchgehend im Keller. Das Öl wurde sofort nach der Entscheidung teurer.

  • Benzinpreise

    Verrückte Talfahrt: Spritpreise sinken in den Ferien

    Die Spritpreise schnellen zu Beginn der Ferien für gewöhnlich in die Höhe. Aber nicht in diesem Jahr: Diesel und Benzin sind zum Teil sogar günstiger zu haben als vor Ferienbeginn. Wie kann das sein?

  • Hochspannungsmasten

    Studie erwartet Ölpreis im Jahr 2030 bei 120 Dollar

    Für das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut ist ein langfristiger Anstieg des Ölpreises nicht unwahrscheinlich: "Bei einer Inflationsrate von 2,5 Prozent könnte der Ölpreis, ausgehend von einem Wert im vergangenen Jahr von knapp 40 Dollar je Barrel, auf 120 Dollar im Jahr 2030 klettern", hieß es in dieser Woche.

  • Stromtarife

    Hohe Energiepreise: Politik appelliert an die Konzerne

    Bundeskanzler Schröder und CDU-Chefin Merkel haben am Wochenende Maßnahmen gegen die hohen Energiepreise gefordert. CSU-Chef Stoiber sprach sich für eine Aufhebung der Öl-Gaspreis-Kopplung aus. Unterstützung erhielt er von EnBW-Chef Claassen, Widerspruch kam von Gazprom-Vorstand Miller.

  • Strompreise

    "Katrina" bläst Ölpreis auf Rekordniveau

    Der Hurrikan "Katrina" hat bei seinem Weg durch den Südosten der USA nicht nur zahlreiche Existenzen vernichtet, sondern auch tausende Industrieanlagen beschädigt. Zudem mussten 700 Ölförderstätten im Golf von Mexiko geschlossen werden, was zu Panikkäufen auf dem Ölmarkt und einem Preisauftrieb führte.

Top