VIK: Klima- und Umweltschutz auch im liberalisierten Energiemarkt möglich

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Klima- und Umweltschutzziele lassen sich nach Auffassung des Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) auch unter den Rahmenbedingungen der liberalisierten Energiemärkte verwirklichen. Dr. Hans-Jürgen Budde, Geschäftsführer des VIK widersprach anlässlich einer Podiumsdiskussion zum Thema Umwelt und Wettbewerb gestern in Paderborn der häufig vertretenen These, die Öffnung des deutschen Energiemarktes schade dem Umweltschutz zu Gunsten niedriger Energiepreise.


Die Erfahrungen der letzten 40 Jahre von Industrie und produzierendem Gewerbe etwa aus dem Bereichen Stahl, Zement, Aluminium, Chemie, Maschinenbau oder Automobilindustrie hätten eine andere Realität gezeigt. Trotz des international hart geführten Wettbewerbs sei hierzulande in diesen Branchen nachweislich ein effektiver Umweltschutz auch ohne entsprechende Subventionsforderungen, dafür aber mit intelligenten Lösungen betrieben worden. Den Herausforderungen des globalen Kostendrucks auf der einen und den staatlichen Umweltschutzvorgaben auf der anderen Seite müssten sich die Strom- und Erdgasversorgungsunternehmen nunmehr ebenfalls stellen. Auf kostengünstige Produktionsanlagen und kontinuierliche Rationalisierungsmaßnahmen könne dort nicht länger verzichtet werden. Daneben müsse auch in diesen Branchen Wehrhaftigkeit einsetzen, wenn es gelte, international nicht vertretbare Umweltbelastungen am Standort Deutschland abzuwenden.


Gerade vor diesem Hintergrund sei die Klimavorsorgeerklärung der deutschen Wirtschaft ein gutes Beispiel. Dabei ließe der Staat den Unternehmern den Freiraum, den erforderlichen Umweltschutz nach dem ökonomischen Prinzip selbst durchzuführen. Auf einem solchen Weg könne nach Auffassung des VIK der Produktions- und Energiestandort Deutschland auch langfristig im weltweiten Wettbewerb bestehen.

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