Papiertiger?!

VIK: Gasbranche hat vom neuen EnWG nichts zu befürchten

Den VIK wundert es nicht, dass die Gasversorger trotz der bevorstehenden Gesetzesänderung weiterhin fleißig Gaspreiserhöhungen ankündigen. Die EnWG-Novelle lasse die Unternehmen vollkommen unbeeindruckt. Zu Recht, sagt der VIK, denn das Gesetz sei viel zu harmlos um Wettbewerb um Marktanteile zu schaffen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Die stete Ankündigung steigender Gaspreise entlarvt die bevorstehende Energiegesetznovelle als Papiertiger. So sieht jedenfalls der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) die aktuelle Situation auf dem Energiemarkt. "Die bevorstehende Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes lässt die Unternehmen vollkommen unbeeindruckt. Wettbewerb um Marktanteile, ausgelöst vom neuen Gesetz, wird offensichtlich nicht befürchtet", kommentierte VIK-Geschäftsführer Dr. Alfred Richmann.

Der VIK geht davon aus, dass die Gasversorger das neue Gesetz nicht fürchten müssen. Das vorgesehene Netzzugangsmodell sei ganz nach ihrem Geschmack: Es stehe zwar Entry-Exit stehe drauf, sei aber nicht drin. Das verrate schon das Schlagwort "Transportkette". Nötig seien hingegen zwingende Vorgaben für ein bundesweit einheitliches Entry-Exit-Modell mit von Beginn an wenigen netzübergreifenden Regelzonen. "Hier muss die Politik Mut und Entschlossenheit zeigen", forderte Richmann. Bisher fehle auch die Pflicht zur Kostenwälzung, die für funktionierende Entry-Exit-Systeme charakteristisch und notwendig sei.

Schließlich fehle auch jede Kontrolle von Gaspreiserhöhungen. "Die Politik darf nicht zulassen, dass Regulierung - weil schwach ausgestattet - künftig mit steigenden Gaspreisen gleichgesetzt wird", sagte Richmann abschließend.

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