Kein Gießkannenprinzip

VIK fordert sinnvolle Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung

Das Thema Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung bleibt im Gespräch: Anlässlich der heutigen Anhörung im Wirtschaftsausschuss fordert der VIK eine Berücksichtigung des Umweltnutzens und der Wirtschaftlichkeit.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Anlässlich der heutigen Anhörung im Deutschen Bundestag zum Thema Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) weist der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) nachdrücklich auf die Notwendigkeit einer an den Erfordernissen des Umwelt- und Klimaschutzes ausgerichteten Gesetzgebung hin.

Aktuelle Zahlen des Freiburger Öko-Institutes würden belegen, wie verfehlt eine einheitliche KWK-Förderung ohne Berücksichtigung spezieller Anlagenkennzahlen sei. Nach einer Untersuchung des Institutes schwankten die spezifischen Kohlendioxid-Minderungskosten durch KWK zwischen minus 80 und plus 80 DM pro Tonnen Kohlendioxid. Eine solch starke Streuung mache ein unter Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsaspekten abgestuftes Förderinstrumentarium für die Kohlendioxidarme KWK-Technik unverzichtbar. Nur eine solche Förderung jenseits des Gießkannenprinzips könne helfen, das angestrebte Kohlendioxid-Minderungsvolumen von 23 Millionen Tonnen bis 2010 sinnvoll zu erreichen. Fördermodelle, die sich hingegen an den Besitzverhältnissen der KWK-Anlagen orientierten und Energie-Effizienz- und Kostenkriterien außer Acht ließen, würden nach Ansicht des VIK nur die Gefahr bergen, ineffiziente KWK-Systeme am Leben zu erhalten. Eine innovative KWK-Förderpolitik müsse dagegen diskriminierungsfrei alle KWK-Anlagen entlang ihres Umweltnutzens und ihrer Wirtschaftlichkeit berücksichtigen.

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