Vier Wochen Terminhandel mit Strom: EEX zieht positive Bilanz

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Vier Wochen nach dem Start des Stromterminhandels hat die EEX eine positive Bilanz gezogen. Seit Start am 1. März wurden am Terminmarkt rund 1,32 Millionen MWh gehandelt, das sind 3.445 Kontrakte. Davon entfielen rund 75 Prozent oder 2.539 Kontrakte auf Spitzenlast Blöcke und 25 Prozent oder 906 Kontrakte auf Grundlast Blöcke. Der durchschnittliche Tagesumsatz am Terminmarkt liegt bei rund 60.000 MWh, das sind rund 160 Kontrakte.



Durch den Terminhandel hat sich das Volumen des börslich gehandelten Stroms in Deutschland deutlich erhöht. Das gehandelte Stromvolumen an der LPX und am integrierten Spot- und Terminmarkt der EEX betrug nach Angaben der Börse im März rund 2,7 Terawattstunden (TWh). Auf den integrierten Spot- und Terminmarkt der EEX entfielen dabei mit 2 Terawattstunden rund 75 Prozent des monatlichen Börsenhandels in Deutschland. Bezogen auf den deutschen Stromverbrauch laufen damit bereits fünf Prozent über die EEX. Beide Börsenplätze in Deutschland vereinigen zur Zeit 6,5 Prozent des durchschnittlichen monatlichen Stromverbrauchs auf sich.



"Mit dem Terminhandel auf Strom haben wir einen neuen börslichen Markt in Europa aufgebaut", so die beiden EEX-Vorstände Christian Geyer und Hans E. Schweickardt. "Mit dem weiteren Aufbau von Handels-Know-how auf Seiten der Energiewirtschaft vor allem durch industrielle Verbraucher und Stadtwerke wird sich der Terminhandel als Instrument zur Absicherung von Preisrisiken durchsetzen und die Liberalisierung des deutschen Strommarktes weiter vorangetrieben", so Geyer und Schweickardt.



Am EEX Terminmarkt handeln zur Zeit 20 Teilnehmer aus drei Ländern. Über den Terminmarkt können Teilnehmer durch den Handel mit Futures auf Grundlast und Spitzenlast Positionen auf dem physischen Strommarkt absichern. Der Handel am Terminmarkt läuft über das Handelssystem der Terminbörse Eurex.

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