Erneuerungsbedarf

VGB fordert zu Dialog über zukünftige Stromerzeugung auf

Beim diesjährigen Kongress des Kraftwerksverbands VGB PowerTech sprachen sich die etwa 1000 Energieexperten für eine Dialog um machbare Wege und tragfähige Gesamtkonzepte aus. Grund: Allein in Deutschland müssen im Zeitraum 2010 bis 2020 Kraftwerke in einer Größenordnung von etwa 40 000 Megawatt, also etwa 40 Prozent der installierten Leistung, ersetzt werden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Der diesjährige Kongress des Verbands der Kraftwerksbetreiber und Hersteller (VGB PowerTech) hat kürzlich etwa 1000 Energieexperten aus über 25 Ländern nach Berlin geführt um Perspektiven einer machbaren und sicheren Stromversorgung in Deutschland und der Europäischen Union zu diskutieren.

Allein in Deutschland müssen im Zeitraum 2010 bis 2020 Kraftwerke in einer Größenordnung von 40 000 Megawatt, also etwa 40 Prozent der installierten Leistung, ersetzt werden. In der heutigen EU betrage der Erneuerungsbedarf 200 000 Megawatt. Aus diesem Grund fordert der Verband, dass anstatt der Diskreditierung einzelner Energieträger wie Kohle und Kernenergie ein Dialog um machbare Wege und tragfähige Gesamtkonzepte beginnen sollte. "Wir wünschen uns den verbindlichen Dialog mit der Politik über eine wirtschaftlich wie technisch machbare und nachhaltige Stromerzeugung. Die Pattsituation, in der die Stromerzeuger derzeit gefangen sind, muss schnellstmöglich überwunden werden. Dies bedarf der Anstrengungen von Politik und Wirtschaft", betonte Dr. Gerd Jäger, Vorstandsvorsitzender des VGB PowerTech, in seiner Kongresseröffnungsrede.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Tagebau

    Stiftung: Ohne Subventionen wäre Kohlestrom viel teurer

    Einer Studie zufolge erhält die Kohleindustrie etwa zehn Milliarden Euro jährlich aus Steuergeldern. Nur die Atomindustrie werde in der EU noch stärker gefördert, so die Heinrich-Böll-Stiftung. Ohne die Zuwendungen wäre der Strom aus Kohlekraft deutlich teurer.

  • Kraftwerk

    EU rechnet Atomstrom-Kosten offenbar künstlich niedrig

    Die EU verschleiert in ihren Zukunftsplänen für Europas Energieversorgung laut einer Studie die wahren Kosten von Atomstrom und benachteiligt dadurch die ökologische Stromerzeugung. Die Kosten für Atomstrom würden "systematisch" unterschätzt, jene für alternative Energieerzeugung überschätzt.

  • Hochspannungsleitung

    BDI: Energiepolitik der Parteien bei der Wahl beachten

    Im Zuge der Vorstellung der Wahlprogramme der einzelnen Parteien hat der Bundesverband der Deutschen Industrie von der neuen Bundesregierung gefordert, klare und schlüssige Umweltpolitikkonzepte vorzulegen, eine Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen zu garantieren und die Verkehrsinvestitionen spürbar zu erhöhen.

  • Stromtarife

    Europäische Stromquellen: Etwa 16 Prozent Ökostrom

    Erneuerbare Energien sind auch europaweit auf dem Vormarsch: Nahezu 16 Prozent des in der EU erzeugten Stroms stammen aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse. Dabei sind Österreich und Luxemburg die stärksten Wasserkraftnutzer. Die Niederlande, Irland und Griechenland liegen bei der Stromproduktion aus fossilen Brennstoffen vorn.

  • Stromtarife

    Vorurteilsfreie Bewertung: Röhrlich erhält Journalistenpreis auf der Jahrestagung Kerntechnik

    Heute beginnt die Stuttgart die diesjährige Jahrestagung Kerntechnik. Im Mittelpunkt des Branchentreffs steht die Forderung nach einer vourteilsfreien Bewertung des umstrittenen Energieträgers Kernenergie. Die Journalistin Dagmar Röhrlich erhält in diesem Zusammenhang den mit 5000 Euro dotierten Journalistenpreis des Atomforums für ihre fundiert recherchierten Beiträge.

Top